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24. Dez. 01

Vor kaum 24 Stunden bin ich meine letzte Trainingseinheit auf Gran Canaria gefahren. Mein Spontantrainingslager auf der Urlaubsinsel war ein voller Erfolg, zumal ich dort optimale klimatische Bedingungen vorgefunden habe und auch mit dem Gelände recht gut zurechtkam...

Nach den enormen Umfängen der letzten Woche und um den Kontrast zwischen Sommertag am Strand und Weißer Weihnacht zu verstärken bin ich heut' am Vormittag ein paar Stunden Snowboarden gewesen... Eine stimmungsvolles "Vorspiel" zum Heiligen Abend! 

Nun möchte ich nur noch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen

05 Dez. 01

Seit meinem letzten Eintrag , der gerade mal ein Monat her ist, ist soviel geschehen, dass es mir fast scheint, als ob ein Jahr vergangen wäre...

Heute war es letztendlich soweit, ich habe unterschrieben. Mein neuer Teamchef heißt Hubert Stankovsky, er hat mir ein sportlich und finanziell sehr gutes Angebot gemacht, dass ich einfach nicht ablehnen konnte und natürlich auch nicht wollte...

Nun bin ich richtig froh, dass der Vertragspoker, der zeitweise eher den Charakter eines "Bauernschnapser" (auf die Einsätze bezogen) hatte, nun endlich ein Ende hat und ich mich wieder ausschließlich aufs Training konzentrieren kann.

01 Nov. 01

Die letzten Wochen waren zwar trainingsmässig relativ ruhig, nervlich bin ich aber unter Dauerstress gestanden... Der alljährliche "Vertragspoker" hat mich richtig mitgenommen, zumal ich wirklich kein einziges konkretes Angebot hatte. Jetzt scheint sich doch noch alles zum Positiven zu Wenden, bis zum 12 November sollte alles auch schriftlich fest stehen. So kann ich die letzten Tage vor dem Trainingsbeginn richtig genießen und mich auch psychisch auf ein hartes Jahr vorbereiten...

 

17 Okt. 01

*gg* jetzt hab ich gerade nochmal die ersten Zeilen meines letzten Eintrages überflogen... tja, sowohl meine Versuche als Trinker wie auch meine Bergtour a la Trenker haben eines gemeinsam: sie verursachten einen furchtbaren Kater!!! Ich hab bis heute einen Muskelkater dass ich kaum über die Stiegen komme... also SCHUSTER BLEIB BEI DEINEN LEISTEN!!!

Nur auch das ist gar nicht so einfach. Die Situation im heimischen Radsport ist so schlecht, dass wir anstatt uns zu entspannen und zu urlauben permanent am Telefon hängen um irgendwo einen Vertrag zu ergattern. Leider habe ich bis jetzt trotz aller Bemühungen kein einziges Angebot...

Deshalb bin ich momentan eher Student als Radrennfahrer, man weiß ja nie wozu's gut ist. Da ich aber stark hoffe im nächsten Jahr wieder am Start zu stehen, hab' ich auch einen Italienisch Kurs belegt, damit ich die Italiener versteh' wenns mit mir schimpfen!!!

 

12 Okt. 01

Ende letzter Woche hab' ich mich als Trinker versucht, diese Woche hielt ich mich eher an Luis Trenker... 

Seit langem spukt in mir nämlich schon der Plan herum, den Traunstein zu besteigen und heute wars dann nach fast zwei Jahren "Planung" so weit. Um exakt 11.00 Uhr, also wie jeder Profi weiß, viel zu spät, stieg die Seilschaft Susi Steiner, Roman Rametsteiner, Christian Pömer in den Berg ein. (Anders als sonst bekamen wir unser Wanderabzeichen bereits vor dem Start. Roman hatte nämlich Anstecknadeln von seinem Sponsor "OÖ Tourismus" mitgebracht, die er noch vor dem ersten Schritt verteilte, so konnte jeder "sein" Logo sehen; sehr clever!!!)

Wir wählten den "Naturfreunde Weg", die Route für erfahrene, gut ausgerüstete trittsichere Bergfexen... aber ernsthaft, im Nachhinein betrachtet ist dieser spektakuläre Aufstieg für fast Rookies, wie ich einer bin, wirklich ziemlich anspruchsvoll, auch wenn der Gipfelsturm nur knapp drei Stunden dauert. Es sind einfach viele Passagen dabei, die keine Wanderung, sondern eine Kletterpartie sind, bei der man in schwindelerregender Höhe durch den nackten Felsen steigt. 

Trotz allem sind wir aber nach dem schönen Aufstieg, bei wunderbarem Wetter, problemlos am Gipfel angelangt. Jedoch konnte unsere Seilschaft, das Team Langschläfer, die warme Herbstsonne am Gipfel nicht lange genug genießen. Nach Kaffee und Kuchen und einem kurzen Sonnenbad gings wieder talwärts... eine haarige Angelegenheit für fragiles Radfahrer-Gebein. Hier gilt es anzumerken, das Roman seinem Ruf als miserabler Downhiller alle Ehre machte, (ich kann das besonders gut beurteilen, da wir in etwa das gleiche Tempo anschlugen, und gemeinsam im Gruppeto gingen.) Alleinige Spitze des Rennens war Susi, die sich einem Bergläufer der mit Stöcken bewaffnet zu Tal stürmte anschloss...

Unten angekommen, gelang es mir aber trotz allem nochmal, eindrucksvoll meine Männlichkeit unter Beweis zu stellen, nein nicht die Sache mit dem Haaransatz... Ich hab mich nämlich in "Ranger Manier" in den eiskalten Traunsee geworfen... Eine ziemliche Vorgabe, für den nach dem Abstieg arg angeschlagenen männlichen Stolz des Herrn Rametsteiner. Doch auch dieser bekam noch eine Chance sich zu profilieren, als Motorsportler!!! Auf der Autobahn war schnell ein ebenbürtiger Gegner gefunden (Kadett; rostig; 55 PS; Baujahr 91...), bei einer Schikane gelang es dem Draufgänger aus Linz seinen türkischen Kontrahenten gekonnt auszubremsen und diesen "Staub fressen" zu lassen... (MTB Chargon für "verbrennen"; "abhängen") What a man!!! 

Jedenfalls hatten wir einen Traumtag im Salzkammergut, ein großartige Abwechslung zum üblichen Trainingsalltag...

 

07 Okt. 01

Vereins und Bezirksmeisterschaft in Wels. Gleich vorweg, das Rennen an sich war heute mehr Vorprogramm als ehrgeiziger Rennsport. Obwohl es durchaus anstrengend war die Masterfahrer und auch den WM Starter bei den Junioren Josef Benetseder in Schach zu halten... 

Letztendlich haben wir Elite Fahrer vom Trodat Resch und Frisch Team aber trotzdem relativ leichtes Spiel gehabt und sind mit komfortablen Vorsprung zu dritt über die Linie gerollt. Fast wie Mapei bei den legendären Paris-Roubaix Triumphen... (Obwohl dort auch andere Teams am Start waren *gg*...)

Das wichtigere Ereignis war aber die anschließende Saisonabschlussfeier. Ein wirklich gemütliches Zusammensein in familiärer Umgebung, bei dem - eh klar - nach Herzenslust geschlemmt wurde. Hauptspeise aus dem Welser Top Lokal "Zur Kohlsatt", Getränke von der Firma Startzinger, Nachspeisen von Resch& Frisch, gut solche Sponsoren zu haben...

Absolutes Highlight des Tages war aber die Rasur von unserem Betreuer Miro Kirh, der vor der Saison Otto Baric like ankündigte:" Wenn mir schaff ma zweite Platz in Mannschaftswertung ich rasieren meinen 25 Jahre alte Schnurrbart!!!" gesagt getan...

 

03 Okt. 01

Heute um 10.00 Uhr fand das Begräbnis meines ehemaligen Vereinsobmannes Hans Albenberger statt. Ich möchte den Hinterbliebenen mein tiefstes Mitgefühl aussprechen. Der Tod von Hans Albenberger stellt jedoch nicht nur einen schweren Schlag für seine Familie dar, auch der Radsport trauert geschockt um den Verstorbenen. Wir alle werden ihn vermissen.

 

29 Sept. 01

50 Stand vor dem Rennen in Schwanenstadt auf der Rundenanzeige, 50km also auf einem  Kurs der mit einer recht spektakulären Kurve durch den mittelalterlichen Stadtturm und einem "U Turn" als Zielkurve ein richtiger Highspeedtrack ist...

Und Highspeed war es auch, der das Rennen prägte. Von Beginn weg Attacken. Immer wieder versuchten sich die Elchen abzusetzen und jedes mal wenn ein Fahrer mit grüner Hose den A.... hob sprang sofort ein Trodat Resch und Frisch Fahrer auf dessen Hinterrad... Auch beim "magischen Antritt" von F. Berein wars so, denn Thomas Maier machte sich mit dem Elk Roulleur auf den Weg. Leider hielt sich Tom aber in der Hitze des Gefechts nicht ganz an die ausgegebene Taktik, er leistete Führungsarbeit. Ein Fehler denn er teuer bezahlte, als nämlich auch Arno Kaspret zur Spitze Aufschloss und das Tempo wie immer erhöhte, wars um unseren Mann geschehen, er musste reißen lassen...  

Dahinter, auf der Verfolgung des Elk Tandems, verbog ich mich fast vor Anstrengung, doch vergebens, denn gegen die grün rote Gefahr war wieder einmal kein Kraut gewachsen... (auch die unorthodoxe Wettkampfvorbereitung mit Sekt und Hochzeitstorte war eher nicht von Vorteil!!!)

Im Feld ging es so mit nur noch um Rang drei. "A g'mahde Wiesen" für Peter Pichler der die Punkte Sprints nach Belieben gewann und sich somit einmal mehr einen Platz am Stockerl sichern konnte.

Ergebnis: 1. "Magic" Berein; 2. A. Kaspret; 3. Peter Pichler; 4. Tom Maier

 

Noch was: Franz Stocher sicherte sich im Punkterennen bei der Bahn WM in Antwerpen den dritten Platz. Gratuliere!!!

 

28 Sept. 01

Morgen findet in Schwanenstadt mein letztes Rennen für die heurige Saison statt. Ein Kriterium über 50km. Eigentlich wird's eine Gasselflitzerei wie jede andere, wir werden einfach versuchen Peter Pichler unseren Spezialisten möglichst gut zu unterstützen. Anders als bei den bisherigen Krits, wirds aber nicht nur ein Kampf gegen "Elche", sondern auch gegen "Kater"... Paul Kasis unser Teamkollege wird nämlich heute heiraten, als Trauzeuge werd' ich sicher ordentlich feiern!!!

Übrigens noch was: Das Punkterennen mit Franz Stocher bei der Bahn WM in Antwerpen sollte ein Pflichttermin für jeden Radsportinteressierten und auch für jeden Patrioten sein... eh klar oder!??! Übertragung auf Eurosport Sa. 29. 09 ab 20.00 Uhr

 

Schadenfreude ist die schönste Freude: Cipo in Nöten... "Hoppala" beim Welser Kriterium

 

23 Sept. 01

Drei Tage von St. Paul:

Freitag 21 09: Das Auftaktrennen zum letzten Tchibo Cupwochenende der Saison 2001 war heuer, wie schon die letzten sechs Jahre ein kurzes Rundstreckenrennen Rund um das Benediktinerstift.

Leider war nicht nur der Rundkurs ein altbekannter, auch der Rennverlauf war wenig überraschend... Das Elk-Haus Team hat in gewohnter Manier so lange attackiert bis die richtige Gruppe weg war, Kaspret, Scherzer und Stocher, sonst niemand... (wobei ich hier, fast  beschämt anmerken muss, dass auch ich Mitglied einer Spitzengruppe war, die, sagen wir etwas beschönigt, durch unkooperatives oder taktisch unkluges Verhalten meiner Person aber wieder eingeholt wurde...)

Gewonnen hat letztendlich, und auch das wird in letzter Zeit beinahe Tradition, Franz Stocher, der vor der WM in Antwerpen in übermenschlicher Form fährt...

Peter Pichler wurde sechster. Oliver Bierbaumer achter.

Samstag 22 09: Mostlandradrennen von St. Paul. Letzte Cuprennen 2001. 

Der Rundkurs über den "Brenner" ist normal einer der "leichtesten" in Österreich. Fast immer kommt der Sieger aus einer frühen Spitzengruppe. Heuer war es ebenso, zumindest kam der Sieger, "Jim" Wafler, aus einer Gruppe, die sich bereits im ersten Viertel des Rennens lösen konnte. 

Das Rennen dahinter war dieses Jahr allerdings spannend und selektiv wie noch selten. Nicht etwa weil die Berge höher waren, oder schlechte Witterungsbedingungen herrschten, nein, das Haupthindernis war der heftige Gegenverkehr...!!!

STREIK war unsere Antwort auf die mangelnde Absicherung. 

Bei der zweiten Zieldurchfahrt sind wir einfach alle stehen geblieben und haben uns geweigert auch nur einen weiteren Meter ohne ausreichende Absicherung zu fahren. Besonders erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang das Elk Team. Jedoch nicht um mich bei Ihnen "einzuschleimen", sondern weil sie Ihre Vorreiter Rolle im österreichischen Radsport diesmal nicht auf sportlicher, sondern auf "politischer" Ebene, als Sprachohr der Rennfahrer couragiert zum Ausdruck gebracht haben. Ohne dieser Initiative der Elk Fahrer wäre es nämlich sicher nicht zum notwendigen Streik gekommen und wir alle hätten uns weiter den unglaublichen Gefahren ausgesetzt.

StreikVorich Stocher 22.09.01

Nach langen Diskussionen, die auch zum Rennen zählten (das Rennen wurde um eine  Rund verkürzt) ging der Mostland GP aber dennoch weiter und zwar perfekt abgesichert. Sieger wie bereits eingangs erwähnt Roland Wafler vor Werner Faltheiner und Berni Kohl. Peter Pichler wurde 10er. Ich konnte mir mit meinem 12en Rang den neunten Platz im diesjährigen Tchibo Cup sichern. Mein Trodat Resch und Frisch Team stand bereits vor diesem Rennen als Nummer Zwei im Mannschaftsbewerb fest...

Besonders herzlich möchte ich mich zum Schluss auch noch bei Fam. Leitner bedanken, die uns wie immer mit Ihrer Gastfreundschaft verwöhnte.

Nur noch eine kurze Anmerkung zu Rennverlauf: der vielzitierte tragische Held des Tages war diesmal leider einer meiner Trainingspartner. C Fahrer Roland Wurm kämpfte bis 30km vor dem Ziel in Mitten der Spitzengruppe. Von Krämpfen geplagt und vollkommen erschöpft konnte er seinen Vorsprung allerdings nicht ins Ziel retten. Dennoch Kompliment für die beherzte Fahrt, vor allem weil Roland als einer der wenigen Rennfahrer vor dem Training noch einen harten Job in der Vöst - Linz zu erledigen hat...  

 

17. Sept 01 

Außer Spesen nichts gewesen... oder noch besser außer Spaß und Spesen nichts gewesen. 

Nun ja! Man könnte fast sagen, ich war als Pressesprecher oder Betreuer in Vorarlberg, denn sportlich lief reichlich wenig... nicht nur dass ich nach der Hessen Rundfahrt die Spritzigkeit eines alten Steyrer Traktors habe, auch mein linkes Bein macht mir Sorgen. Von der Hüfte aus geht nämlich ein Stechen und ein taubes Gefühl über die Unterschenkelrückseite zum Knie bis in die Ferse, das es unmöglich macht harte "Männer Gänge" zu fahren... Soll nicht bedeuten, dass ich ohne dieses Handicap gewonnen hätte, aber das eine oder andere Loch hätte ich vielleicht zufahren können. (Natürlich habe ich trotzdem versucht mich vorzuspannen. Die Betonung liegt aber auf "versucht", denn manche dürfte dabei den Eindruck gehabt haben ich wollte das Feld abstellen...)

Zum Erfreulichen: Peter Pichler wurde sechster, neunter und sechster und konnte auch in der Gesamtwertung einen starken fünften Platz herausfahren. Dazu ist zu sagen, dass Peter rein von der Stärke sicher um den Sieg hätte mitfahren können, aufgrund unseres kollektiven Unvermögens aber einfach keine Chance gegen das Elk Team hatte. 

Egal! Der Trip ins Ländle war dennoch kein "Verhau", die Veranstaltungen waren perfekt organisiert und die Stimmung im Team trotz Niederlagen freundschaftlich und lustig. Das Beste aber, war wie immer in Vorarlberg unser Quartier, das Hotel Montfort in Feldkirch...

 

13 Sept. 01

Vor einer laaange Reise über (oder durch) einen hohen Berg, in eine entlegene Provinz...

Freitag, Samstag, Sonntag starte ich oder besser wir, das Trodat Resch&Frisch Team bei drei Kriterien in Vorarlberg... am meisten Sorgen bereitet mir jedoch diesmal nicht das Wetter, sondern die Anreise mit den vielen Baustellen und Gegenverkehrsbereichen. Besser wär's nicht mit dem Auto zu fahren, sondern so wie mein ehemaliger Teamkollege, der Schneeräummagnat Andreas Kittinger einfach hinzufliegen... 

Zum sportlichen: morgen steht gleich die schwierigste Prüfung am Programm, das klassische Kriterium "Rund um Mühlebach".                                           (Klassisch bedeutet in Radsportkreisen übrigens meist nicht traditionell, oder ursprünglich, sondern ist einfach ein Synonym für fast unüberwindbare Schwierigkeiten... das klassische Kopfsteinpflaster von Paris Roubaix; der klassische Anstieg nach Alp d'Huez usw...)  

Eben so ein Klassiker ist auch das Rennen in Mühlebach, eine wahre Sonderprüfung, denn die Schlüsselstelle, ein extrem steiler und unendlich langer Anstieg ist gleich 60 (sechzig) mal zu bewältigen... oder besser sollte sechzig mal bewältigt werden, denn viele werden es nicht einmal 20 mal schaffen. 

Ach so! Noch was! Raten Sie einmal wer dieses Kriterium schon gewonnen hat??? Richtig! Peter Pichler!!!

Doch auch die Wettkämpfe am Samstag und Sonntag versprechen hart zu werden. Am Samstag sind gleich 100 Runden zu absolvieren, das Sonntagsrennen ist zwar etwas kürzer, dafür gilt es danach aber wieder quer durch Österreich zu gondeln! Mit einem Wort ich freu mich schon richtig auf das kommende Wochenende und vor allem auf den Kampf gegen das Elk Team. 

Obwohl, vielleicht wirds ja gar kein Kampf: Franz Stocher fährt momentan anscheinend so wie so in einer anderen Liga; über mögliche Schwächen von Kaspret und Pfannberger braucht man sowie so nicht nachdenken und Roland Garber möchte auf seiner neuen Home Page sicher von Erfolgen berichten *ggg*... 

Fazit die werden uns panieren!!! Aber darüber mehr am Montag!

 

10 Sept. 01

"Gott sei Dank es ist vorbei! Endlich!" Die Hessen Tour ging zwar nur über sechs Etappen, oder 858,5km, diese hatten's aber in sich. Nicht nur Regen, Kälte und stürmischer Wind, auch das Tempo war enorm...

1 Etappe: Frankfurt a. M. - Groß Gerau über 161,0km

"Jan Ullrich ist am Start!!!!!" eigentlich wurde vor der ersten Etappe von nichts anderem gesprochen, sowohl unter den Rennfahrern als auch im Publikum, nur mir wars vollkommen egal, zumindest noch...

Ich machte mir stattdessen mehr Sorgen um die Witterung, Regen und Sturm verhießen nämlich wenig gutes... Leider sollte ich mit meinen Befürchtungen schmerzhaft recht behalten, denn es wurde vom Start weg attackiert.             

Bei km 31,5 dann die erste Sprintwertung. Aus dem Fight um die Punkte hab ich mich traditionell herausgehalten, dafür nachher voll durchgezogen, mit Erfolg, denn durch diesen Konter löste sich die erste Spitzengruppe. Zirka zehn Mann stark, alle Teams vertreten, Kessler von Telekom, Sunderland von Fakta, Blaudzun von CSC...

Doch auch weiter hinten wurde nicht geschlafen, nach etwa 15 richtig harten Minuten schlossen noch etwa zwanzig Mann zu uns auf.  Mit dabei nicht nur Ullrich, Wesemann und viele andere "Big Names" sondern auch Riedesser, Scherzer und Summer. 

Bis zur ersten Bergwertung bei km 101,5 gings demzufolge recht geordnet weiter. Vorne, denn hinten wollten jene Mannschaften, die noch nicht in der Spitzengruppe vertreten waren um jeden Preis zu uns aufschließen. Diesen Bemühungen ist leider auch HP. Obwaller zum Opfer gefallen...

Die besagte Bergwertung war zwar hart aber fahrbar, ganz anders die Abfahrt... eine Rutschpartie... nicht nur im Peloton, auch im Konvoi herrschte Chaos. Ein Betreuer musste sogar einen Dreher verbuchen, konnte aber rasch wieder den Anschluss herstellen. Nicht so ich. Nach zwei Fahrfehlern war die Partie nämlich dahin... Bravo Herr Pömer! Bergab abgerissen...

Den letzten 50er ins Ziel sind wir dann zu viert gefahren und haben dabei sage und schreibe 16 (sechzehn) Minuten auf Sieger Ullrich eingebüßt...

Ergebnis: 1. Ullrich; 6. Scherzer

 

2. Etappe: Groß-Gerau - Bad Hersfeld 200km

Nur Wind, kein Regen, dafür eine fast unüberwindbar scheinende Distanz von 200km. Die Angst vor dieser Sonderprüfung erwies sich jedoch als unbegründet, denn nach dem üblichen Startgeplänkel, aus dem auch der Sieger hervorging, fuhren wir eigentlich relativ "gemütlich" nach Hause.

Besondere Vorkommnisse: Keine. Obwohl doch! Mein Umwerfer hat nicht funktioniert, ich hatte schon Angst, das Teilstück nicht beenden zu können. Obwohl, über diese Abkürzung wär' ich ehrlich gesagt gar nicht so traurig gewesen...

Ergebnis: 1. Schmidt; Pömer im Feld

 

3. Etappe: Bad Hersfeld - Borken 173km

Die Hölle kann nicht schlimmer sein! Achtung-fertig-Vollgas... vom Start weg! Als Draufgabe Regen und eisiger Wind, dazu ein Hügel nach dem andern... Noch Fragen??? Ah genau! Vorne ist Jan Ullrich seinen "Zug" gefahren! Mörderisch! Ich habe nur weiter gekämpft, weil ich dem Ullrich sagen wollte, dass es besser gewesen wäre nicht mich, sondern Lance Armstrong so zu quälen...

Jedenfalls habe ich es dann doch irgendwie geschafft, mit dem Hauptfeld ins Ziel zu kommen, nur dem Ullrich hab ich meine Meinung doch nicht gesagt...

Ergebnis: 1. Garcia, Pömer im Feld

 

4. Etappe: Teil A: Borken - Herborn 115km

Diesmal quälte uns Petrus nur mit Kälte und Wind, den Regen hat er sich gespart. Aber keine Angst, nass wurden wir trotzdem, von unten, denn nach dem Dauerregen war die Straße noch nicht aufgetrocknet... Dafür war wenigstens das Tempo so halbwegs erträglich! 

Ergebnis: 1. Förster; 14. Pömer

Teil B: Zeitfahren Herborn - Herborn 30km

Zeitfahren bedeutet für alle, die im Klassement nicht ganz vorne sind, Halbruhetag, also auch für mich eine ruhiges Teilstück. (Außerdem ist beim Zeitfahren extrem cool, dass man nicht abreißen kann, weil man ja alleine fährt...)

Ergebnis: 1. Lehmann; 2. Riedesser

 

5. Etappe: Herborn - Wiesbaden 168,5 km

Rennverlauf: Siehe dritte Etappe; Minus Jan Ulrich; Plus: Meine Aufgabe war es, den angeschlagenen Ralf Scherzer ins Ziel zu bringen. Gute Idee vom Bundestrainer, wo ich doch schon mit meinem eigenen Kadaver genug zu tun hatte. Gott sei Dank musste ich Ralf nur über die erste Bergwertung schieben, den Rest hat er unter Aufwendung aller Reserven selbst erledigt...

Fazit: Höllenqualen

Ergebnis: 1. Vestöl; Pömer im Feld

Gesamt:1. Blaudzun; 4. Scherzer; 8. Riedesser; 23. Pömer

 

Obwohl ich mich nicht wie geplant in Szene setzen konnte hat sich die Hessen Tour für mich wirklich gelohnt. Da es in Österreich fast nur Rundkurse oder "Bergtouren" gibt, war es eine wichtige Erfahrung zu sehen, wie schwer Rad fahren im hügeligen Gelände mit Wind und Wetter sein kann. 

Zuguterletzt möchte ich mich auch noch bei allen Betreuern bedanken. Besonders bei Niki Fleizs (dem sicherlich besten Mechaniker in Österreich) der nicht nur täglich mein Rad auf Vordermann gebracht hat (natürlich mit Hilfe von RSP Schmiermitteln, ohne die meine Kette sicher total verrostet wäre...)  sondern mit seinen Sprüchen auch als psychologischer Betreuer fungierte. Danke natürlich auch an Bruno Hohenegger, sein Obstsalat und seine Massagen haben bewirkt, dass ich (als einziger im Nat. Team) nicht krank wurde. 

Aus!!!! Das klingt ja schon wieder wie ein Nachruf! 

Obwohl bei meiner "Danksagung" gehört schon noch erwähnt, dass auch Alex Baumann (Mr. Take it Easy) richtig gut gearbeitet hat und last but not least auch Bundestrainer Günter Lux immer locker drauf war und sowohl das Organisatorische als auch die taktischen Anweisungen perfekt im Griff hatte. 

ENDE

 

O4 Sept. 01

"Auf geht's...!" um Zehn Uhr geht's los in Richtung Deutschland. Leider ist meine Form nicht so gut wie ich es mir gewünscht hätte. Wahrscheinlich wollte ich zu viel und hab' im Training etwas übertrieben... 

News gibt's wieder am Montag nächster Woche. Bis dann!

O2 Sept. 01

"Wie kann man sich für solche Rennen motivieren...???", O Ton Arnold Eisel vom Kia Suisse Team nach dem Strassenrennen von Treffen.

Nun zugegebenermaßen es fällt auch mir schwer, denn ein Rennen sind gestern maximal zehn der fast 80 Starter gefahren, der große Rest ist einfach anonym im Feld mitgegurkt und dann gesprintet. Aber jeder so wie er meint...

In Abwesenheit beinahe aller österreichischer Klasseleute (Elk fuhr in Nürnberg; die U 23 Fahrer das Budweiser, Stabil in Italien, Pichler Pauritsch und Riedesser schonten sich für die Hessen Tour) war das Rennen von Beginn an in slowenischer Hand, fast vom Start weg haben die drei Teams aus unserem südlichen Nachbarland attackiert. Kein Wunder also, dass sich sehr rasch eine  erste fünfer Gruppe lösen konnte. Doch das beeindruckte kaum jemanden... 

Deshalb haben uns wir, vom Trodat Resch und Frisch Team eingereiht um das Loch, das beinahe zwei Minuten betrug zu schließen...

Bereits kurz nach dem Zusammenschluss hat sich aber die nächste Gruppe gelöst, wieder haben wir uns eingereiht und wieder sind wir mit Hilfe von Arnold Eisel der Spitzengruppe nachgejagt... 

Leider kam aber keiner der anderen Fahrer auch nur auf die Idee sich an der Führungsarbeit zu beteiligen, warum auch, hinten wars eh recht gemütlich und es waren ja nur sechs Mann weg... (einer hat mich sogar gefragt warum wir denn so schnell fahren"!?!") Jedenfalls gelang es uns auch diesmal die Flüchtigen zu stellen. 

Beim nächsten entscheidenden Vorstoß ging Oliver Bierbaumer, mein Teamkollege aus Kärnten mit, alles lief nach Plan, jedenfalls ungefähr...  denn Oliver versäumte die Gruppe um wenige Meter, ritt aber ein tolles Verfolgungssolo und konnte beinahe drei Minuten auf den Bummelzug namens Hauptfeld herausfahren, leider fehlten ihm aber auch auf die Dreier Spitze drei Minuten... 

1500m vor dem Ziel wurde Bierbaumer trotz aller Bemühungen, nach 60km Solo gestellt, und somit zu tragischen Held des Tages. Den Sieg machte sich das "Slowenen Trio" an der Spitze unter sich aus. Im Sprint des Feldes konnte sich mein Trainingskollege Erich Mahringer den beachtlichen siebten Rang sichern.

Für mich war des Rennen eine gute Vorbelastung für meine Mission in Deutschland, schade nur, dass auf dem tollen Kurs nahe des Ossiachersees kein spannenderes Rennen zu Stande gekommen ist...

 

O1 Sept. 01

VORSCHAU auf die Hessen Rundfahrt:

Fahrer des Österreichischen Uniqa Nationalteam: Patrick Riedesser; Jürgen Pauritsch; Peter Pichler; HP Obwaller; Christoph Kerschbaum; Christian Pömer

 

05.-09.09. 20.Internationale Hessen-Rundfahrt (Ger) 2.4

Am Start: Telekom (Bölts, Grabsch, Hiekmann, Kessler, Vinokourov, Wesemann), Team Coast, CSC-Tiscali, Gerolsteiner, Nürnberger, Team Cologne, Post Swiss, Phonak, Fakta, Agro Adler-Brandenburg, Wiesenhof Leipzig, Athleticum Principia Stolberg, Deutschland/U23, Deutschland/Bahn, Auswahl Hessen.

1.Etappe: Frankfurt/M. - Groß-Gerau, 160,5km

05.09.01
Start: 13:00 Uhr - Ziel gegen 17 Uhr


2.Etappe: Groß-Gerau - Bad Hersfeld, 205km

06.09.01
Start: 11:30 Uhr - Ziel gegen 16:30 Uhr

3.Etappe: Bad Hersfeld - Borken, 174km

07.09.01
Ziel gegen 16:30 Uhr
Strecke: Rothenburg/Fulda - Bebra - Spangenberg
 - Melsungen - Homberg/Efze - Borken

4.Etappe: Borken - Herborn, 118km

08.09.01 (Vormittags)

5.Etappe: Herborn, EZF 30,9km

08.09.01 (Nachmittags)

6.Etappe: Herborn - Wiesbaden, 170,5km

09.09.01
Zielankunft gegen 16:18 Uhr

Die letzten Sieger der Hessen-Rundfahrt

1994 Pavel Padrnos (Tch)
1995 Pavel Padrnos (Tch)
1996 Ralf Grabsch (Ger)
1997 Christian Henn (Ger)
1998 Grischa Niermann (Ger)
1999 Jens Zemke (Ger)
2000 Tobias Steinhauser (Ger)

31 Aug 01

Es geht dem Ende zu, leider nicht nur mit dem Radjahr, auch meine körperlichen Reserven werden immer weniger. Was nicht bedeuten soll, das ich sonderlich dünn bin... ich hab einfach das Gefühl ein wenig leer zu sein... Deshalb hab ich gestern einen Besuch bei Herrn Strutzenberger von Enervit gemacht. Er hat mir Eiweiß, Kreatin und andere Aminosäuren empfohlen, mal sehen ob's hilft...

Am Wochenende stehe ich dann bei einem Rennen in Kärnten am Start. Dort werden wir allerdings versuchen unseren "Local" Oliver Bierbaumer zu forcieren, ich selbst muss ja mit meinen Körnern haushalten "weils schon a bisserl weng san"...   

Übrigens, gestern Abend habe ich auch noch meinen Flüssigkeitshaushalt und mein Elektrolytdefizite ausgeglichen... Martin Fischerlehner vom Team Bike Drive hat mir dabei geholfen...

 

27 Aug 01

Kriterium im wunderschönen Landeck, Straßenrennen in St Johann... aufgrund der naja, sagen wir ernüchternden Erfahrungen in St. Veit an der Gölsen habe ich mich entschieden, das Landecker Kriterium nicht zu bestreiten, es ist einfach uninteressant, für eine Statistenrolle quer durch Österreich zu fahren...

Auch am Sonntag, also gestern, habe ich beschlossen, nicht zu starten. Das Rennen in St. Johann ist zwar eine richtig schöne Veranstaltung, dennoch ist es, so meine ich, ein furchtbares Rennen. Meist rollt irgendwo bergab eine Gruppe hinaus und wird nie wieder gesehen. Wenn man also nicht wie das Elk Team über einen wirklich großen und guten Kader an Rennfahrern verfügt, sind Resultate dort eher Zufall. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass in St. Johann mit etwas Glück fast jeder unter die Top Ten fahren kann...

Statt mich also bei den Rennen grün und blau zu ärgern, habe ich mich am Badesee kräftig bräunen lassen. Natürlich war ich aber vorher richtig gut trainieren. Am Programm standen zwei lange Einheiten im Mühlviertel.

22 Aug 01

Kriterium St. Veit an der Gölsen. Ein typisches österreichisches Kriterium. 30 Starter, davon sieben mit roten Trikots und grünen Hosen. 

Zwar habe ich versucht die Elchen mit einer Startattacke aus dem Konzept zu bringen, doch blieb es beim Versuch... Als ich meine Körner verschossen hatte (und das dauerte gar nicht lange), griffen Pichler Kaspret und Pfannberger an. Ihr Fluchtversuch war erfolgreich, das Trio ward nie wieder gesehen. 

Obwohl, gesehen haben wir sie schon nochmal: Sie meinen in der Brause??? Nein! Schlimmer die Drei haben das gesamte Feld überrundet...

Was sich in der Zwischenzeit hinten abspielte war aber auch nicht angenehm, die verbleibenden Elk Fahrer haben einfach so lange attackiert, bis eine für Sie optimale Verfolgergruppe stand. Sprich: wäre Peter Pichler nicht zweiter geworden, wären die ersten sieben Plätze von Elk Fahrern belegt worden...(oder wenn Pichlers Fluchtgefährten Pfannberger und Kaspret auf die Verfolger, Stocher und Co gewartet hätten.)

Erfreulicher die Stimmung am Streckenrand, und die C Fahrer Wertung, diese wurde nämlich vom Sk Vöst Routinier Strecanzky, gewonnen...

 

19 Aug 01

Burgendlandrundfahrt: "...ah! Im Burgenland wird's sicher lässig, dort is' eh brettl eben!"...

Aber sicher! Gleich nach dem Start ein Hügel nach dem Anderen, dann nach nur 20 Kilometern der Geschriebenstein. Ein 6 Kilometer "Bergl". Dann Ebene, allerdings mit starkem Wind (damit's net zu leicht wird...). Dann erneut ein langer, 7km Anstieg, und bis zum Ziel ein Stich nach dem anderen. Dazu brütende Hitze. Comprende?

Mit einem Wort ein richtig schwerer Kurs, ein richtig schönes Rennen aber nur wenn man in Form ist. Übrigens habe ich gestern wieder mal bemerkt, warum man im Radlerjargon zu einem kurzen steilen Anstieg "Stich" sagt: Weil's so weh tut, wobei die Anstiege von gestern auch den Namen Martapfahl, Kopfschuss, Magengeschwür oder so verdient hätten. 

Sei es wie es sei: Gleich nach dem Start setzte sich jedenfalls eine fünf Mann starke Spitzengruppe ab, die rasch einen Vorsprung von fast 5 Minuten herausfuhr. Kein Wunder, war doch von jedem Dorf ein Hund dabei (außer von unserem).  Fischerlehner von Bike Drive, Lontscharitsch von Elk, Legler von Denzel, nur um die Namhaftesten zu nennen.

Am Anstieg nach Geschriebenstein habe ich dann versucht den Vorsprung der Flüchtigen etwas zu verkleinern, gut eigentlich wollte ich das Loch ganz zu fahren aber dafür fehlten mir halt ein paar PS.

Nach dem Berg haben wir aber, wie es so üblich ist, wieder auf die schwächeren Bergfahrer "gewartet" ("Ein selten dummes Volk die Radfahrer, bergauf fahren sie voll, und dann warten sie wieder bis alle da sind...", Zitat Fritz Wöß) .

Auf dem folgenden Wegstück hat sich auch nicht sehr viel getan. Erst nach dem zweiten langen Anstieg, so ca. bei Mitte des Rennen ist Bewegung ins Rennen gekommen. Bergauf wollte ich wieder Wegfahren, aber wollen kann man bekanntlich viel. Nach der Abfahrt wurde dann endlich die Spitze gestellt, heftige Attacken folgten. Kurz nach einer Baustelle, auf einem sehr schmerzhaften Stich ist uns erneut eine Gruppe entwischt. Kaspret, Pfannberger, Scherzer und Riedesser waren dabei... Das Rennen somit gelaufen. Was dann folgte war aber eher ein Trauerspiel als ein Radrennen, keiner wollte oder konnte mehr nachsetzten. Erst so ungefähr 10 Kilometer vor dem Ziel, wieder auf einem Stich zerteilte sich das Feld erneut, was aber meiner Ansicht nach keine Bedeutung mehr hatte, da die Spitze außer Reichweite war und es nur noch um die Plätze jenseits der ersten acht ging... Ich spielte jedenfalls keine Rolle mehr (weil ich nicht konnte!!!)

Fazit: kein guter Tag für Leute die sich auf kurzen Anstiegen so unwohl fühlen wie ich. Mir gibt nämlich alleine die so oft verwendete Metapher "Stich" einen ganz  heftigen solchen...

Resultat: 1. Scherzer; 2. Riedesser; 3. Startzengruber; 33. Pömer

 

Übrigens: Die Form kommt nun hoffentlich wirklich. Ich habe den Eindruck dass mir nur noch etwas Spritzigkeit fehlt um wieder "was werden" zu können... aber kein Wunder dass ich nach dem Kraft Ausdauer Block eher ein Diesel bin...

 

18 Aug 01

Linz, ein Klassiker unter den Kriterien. Wieder eine Veranstaltung in Oberösterreich (no na) und wieder wirklich perfekt organisiert. Nicht nur das Rundherum, auch die Stars der Veranstaltung, Svorada und Garzelli sind Weltklasseleute und eine echt gute Visitenkarte für das City Kriterium und Aushängeschilder für den gesamten Radsport. Lediglich bei der Zuschauerzahl kann Linz nie wirklich überzeugen. Wobei das dieses Jahr aber auch kein Wunder ist, denn bei über 30C, würd' ich meinen Kadaver auch nicht zu einem Radrennen bewegen...

Der Rennverlauf war von vielen Fluchtgruppen geprägt. Jeder Rennfahrer versuchte sich irgendwie in Szene zu setzen. Beachtlich hierbei vor allem der TdF Etappensieger Svorada, der so manche gefährliche Situation selbst bereinigte...

Erst in den letzten zehn Runden vor Schluss kam dann richtig Leben in das Rennen. Vor allem die heimischen "Gasserlflitzer", Pichler Fischerlehner und Co. machten heftig Druck und sorgten für Geschwindigkeiten weit jenseits der 50...

Doch dann gut fünf Runden vor Schluss griffen zwei Kletterer an, Garzelli und Pauritsch. Irgendwie dürfte die Beiden aber niemand so richtig ernst genommen haben. Keiner versuchte Ihnen nachzustellen. Man schaute sich an. Nichts! Und plötzlich hatten die Beiden Gämsen ein richtiges Loch...  Pichler war es der letztendlich alles auf Sieg setze, das Heft in die Hand nahm um "sein" Rennen zu gewinnen. Kompromisslos und mit vollem Risiko machte er sich auf die Verfolgung. Lohn dafür ein für ihn enttäuschender vierter Platz.

Mann des Tages aus meiner Sicht war aber der Hrinkow Pilot Stanglauer. Der Linzer Routinier, der weniger Trainingseinheiten in den Beinen hat als ich Rennen, sprintete auf einen beachtlich neunten Rang. Dabei war er als Masterfahrer eigentlich gar nicht startberechtigt. Nur ein "Deal" mit Veranstalter Mister Varybond Hubert Stankovsky ermöglichte diesen Coup...

Wie gesagt eine echt tolle Veranstaltung, hoffentlich kommen beim nächsten Mal mehr Zuschauer...  

 Ergebnis: 1. Pauritsch; 2. Garzelli; 3. Garber; 10. Pömer

 

17 Aug 01

Hurra! Heut war's wieder fast wie Weihnachten. Ich hatte nämlich ein Treffen mit meinem Lieblingsausrüster: adidas eyewear. Cool! Hab wieder richtig geile (Verzeihung) Sonnenbrillen bekommen. Übrigens, jetzt kommt bald die neue Kollektion...

STOP! Das ist ja keine Mode- Page. 

Morgen ist um 17.15 Uhr Start zum klassischen Linzer City Kriterium. Peter Pichler hat sich vorgenommen, es nun auch Jan Svorada, dem Star dieser Veranstaltung zu zeigen... also wieder Schwerstarbeit für mich. Aber es lohnt sich... hoffe ich!!!

 

15 Aug 01

Ich habe leider recht behalten und einen Fehler gemacht... beim Einbauen meines Vorderrades... Irgendwie dürfte mit den Scheibenbremsen meines Bikes etwas nicht geklappt haben.

Jedenfalls war ich beim Rennen zwar nicht der Schnellste, aber mit Abstand der Lauteste, auch nicht schlecht... obwohl genervt hat das Gequietsche meiner Bremse schon. Meine Mitstreiter dürften es sogar als Psychoterror empfunden haben, mich hat mehr gestört, dass es richtig stark gebremst hat...

Übrigens, Oberösterreich dürfte ein Garant für Spitzeveranstaltungen sein, nach dem Kriterium in Wels, und dem Straßenrennen in Sarleinsbach, war der Hrinkow Marathon in Reichraming bereits die dritte Spitzenveranstaltung im August.

Auch die Strecke war malerisch schön und vor allem so gestaltet, dass sogar ein ungeübter Biker nicht in Lebensgefahr war und richtigen Spaß hatte... ich kann das beurteilen. Ein Riesengewinn für diese Veranstaltung war aber auch der Sprecher Walter Ameshofer. Er verstand es wie kein Zweiter, eine angenehme und familiäre Atmosphäre in die stressige Rennatmosphäre zu bringen ohne dabei dumme Witze über die Teilnehmer oder deren Material zu machen. Außerdem gelingt es Walter auch immer, die dramatischen Rennsituationen fachlich korrekt und neutral zu dokumentieren...

Der Rennverlauf beim Reichraminger Hrinkow Marathon war aber trotz allem vollkommen unspektakulär. Bereits auf der ersten Steigung konnten sich die stärksten Fahrer absetzen. Schnell zeigte sich wer im Hintergebirge das Sagen hatte. 

Roman Rametsteiner war es, der uns sein Tempo "aufoktroyierte". Nun! Ausgesprochen unangenehm, überhaupt mit streifender Bremse. Jedenfalls konnte nur Cirkl das Tempo mitgehen. 

Hinter der Zweierspitze bin ich dann mit einem "Bikerduo" herumgegurkt, einer der Beiden hat bergab immer sein Leben riskiert, versucht mich bergauf abzuschütteln, kurz- er war ausgesprochen ungesellig und das obwohl er wissen musste, dass vom letzten Anstieg noch 20 flache Kilometer ins Ziel zu fahren waren... (Ein Taktiker)

Na ja, jedenfalls hat sich das ganze Rennen über nicht viel getan. Im Ziel war ich dann als Dritter, was mich eigentlich sehr gefreut hat, obwohl ich sicher bin, dem Spitzenduo mit intaktem Rad hätte folgen können... Stimmt! Der Konjunktiv a la "hätt i, war i, kennt i" hat beim Bericht eines Radrennens wenig verloren. 

Also: Ich wurde Dritter, und war damit zufrieden!

Weniger zufrieden war ich hingegen mit dem Preisgeld: 500.- in Gutschein ist a bisserl wenig, überhaupt wenn man bedenkt, dass fast 700 Sportler je 500 Schilling Startgeld bezahlt haben... aber wurscht ich bin ja Amateur!!!

Noch was. Roman Rametsteiner, der klar stärkste Mann (zumindest am Rad) wurde nur zweiter. Er ist einfach alles von vorne gefahren, wollte anscheinend nur trainieren und hat im Finale nach seinen Erfahrungen der vergangenen Wochen wohl nix riskiert. (Das wird sicher auch Petr Cirkl, der glückliche Sieger bestätigen...)

 

14 Aug 01

Morgen mache ich, das kann ich schon heute sagen einen Fehler. Ich starte bei einem MTB Marathon. 

Rookie bin ich aber dennoch keiner, eher ein Pionier... 1993 und 1994 bin ich nämlich bereits einige Rennen im Gelände gefahren. Erfolgreich und spektakulär! 

Entweder ich bin am Podest gestanden, oder auf der Bahre im Rettungswagen gelegen... (Natürlich, das sei der Ehrlichkeit halber gesagt, bin ich nie im Austria Cup gestartet sondern hab mich mehr auf "Local Dirt Derbys" spezialisiert...)

Nun! Morgen hoffe ich aber einigermassen unauffällig zu bleiben, mich nicht zu blamieren, nicht zu stürzen und einfach a wengal an Spaß zu haben... Obwohl a Gaudi sind ja Radlrennen nur selten. Aber wir werden ja sehen, vielleicht bin ich ja a Gaudi für die anderen; quasi ein Clown aus Traun!

Übrigens ist dieser Start auch eine echte Mutprobe, nicht für mich... Günter Sturm borgt mir nämlich SEIN Rad...

Bleibt nur zu hoffen, dass es mit mir schneller fährt als mit ihm selbst.

 

12 Aug 01

Radklassiker Sarleinsbach: Vor einer Woche in Völkermarkt musste ich am Beginn meines Rennberichtes erst mal richtig losschimpfen, diese Woche kann ich nur sagen: Sarleinsbach ist ein perfektes Radrennen, der Kurs einer der schwersten und fairsten in Österreich. Dort gewinnt nicht der beste Sprinter oder der beste Bergfahrer oder gar der Kapitän der stärksten Mannschaft, in Sarleinsbach gewinnt der stärkste Radfahrer. Außerdem ist die Streckenabsicherung richtig gut, und selbst das Publikum und die Stimmung am Streckenrand und bei der Siegerehrung war wieder großartig...

Das Rennen selbst verlief aber alles andere als nach Plan, zumindest für mich. Ich hatte nach der harten Trainingswoche den sicher schlechtesten Tag der gesamten Saison. Gleich nach der zweiten von zehn Runden auf dem sehr selektiven Kurs im oberen Mühlviertel merkte ich, dass mein Motor nicht in Höchstform ist. "Wenn's dir schlecht geht und du richtig hinhältst, musst einfach attackieren..." ein Rezept von meinem Ex-Mannschaftskollegen Heinz Marchl. Heinz hat es mit dieser Taktik bis zum Staatsmeister und Sieger bei großen Rundfahrtsettappen gebracht, mich hat dieser Tip gestern fast ins Verderben gestürzt... Egal, ich habs zumindest versucht. 

Noch in der ersten Halbzeit hat sich nach mehreren Versuchen des Bosch Teams, deren Kapitän Harald Startzengruber langsam vom Feld entfernt. "Den lassen wir verhungern...", war der einstimmige Beschluss aller Strategen im Peloton. Selbst als sich zu Starzengruber, der übrigens meiner Ansicht das wohl größte Talent im heimischen Radsport ist, Martin Angerer vom Team Tirol gesellte, hat niemand reagiert... Wir sind doch allesamt erfahrene Rennfahrer, oder???

Erst als der Vorsprung gegen drei Minuten anwuchs, war der akute Handlungsbedarf allen bewusst, sogar uns. Deshalb hat sich Oliver Bierbaumer geopfert, ist fast zwei Runden von vorne gefahren und durfte daraufhin wohlverdient absalutieren.

Jetzt gings dann aber richtig zur Sache, Riedesser kam in den Sinn, seine Beinchen zu testen. Autsch! Das hat weh getan, obwohl ich sein Hinterrad halten konnte und ihm am Ende des Anstieges noch vorbeifuhr und ihm sogar noch cool ins Gesicht schauen konnte, ließ er sich nicht beeindrucken...

In der nächsten Runde oder so, hat er (Riedesser) dann nochmal aufs Gas gedrückt, unschlagbar! Auch Peter Pichler, unser stärkster Mann in Sarleinsbach, war in Schwierigkeiten. Gott (und vor allem Enervitene) sei dank, konnte ich Ihn nochmal an die Spitze heranfahren.

Leider bin ich daraufhin so richtig blau gegangen... mit ein wenig Hilfe konnte ich mich zwar nochmal ans Feld herankämpfen, blieb aber ein Statist. Die eigentliche Rennentscheidung hab ich ehrlich gesagt aber gar nicht mitbekommen...

Riedesser hat jedenfalls vor Kerschbaum und Startzengruber gewonnen. Pichler wurde vierter. Die Landesmeisterschaft, die für uns fast wichtiger als das Rennen selbst war, ging leider auch an Riedeser vor Pichler und Pömer.

Übrigens als kleine Strafe bin ich auch noch mit dem Rad nach Hause gefahren. Sprich 70km Straftraining...

 

11 Aug 01

Morgen, beim Radklassiker in Sarleinsbach werde ich erstmals mit den neuen Spengle 3 Speichenlaufrädern starten.

Im Vergleich zu den Vorgängermodellen, wurde dieser Prototyp ordentlich abgespeckt, die gesamte Garnitur wiegt jetzt deutlich unter 2kg, sprich auch auf einer so schwierigen und bergigen Strecke werden die Spengle Tri Spokes die optimale Wahl sein...

Übrigens habe ich die Räder bereits im Training getestet und bin begeistert... die Laufeigenschaft ist einzigartig. Im ebenen Gelände fährt man wirklich spürbar schneller, und was noch wichtiger ist, vor dem Cafe bekommt man auch deutlich mehr Aufmerksamkeit. (...leider nur von Pensionisten, junge Damen sind halt leider am Vormittag nicht in Cafes und auf Tankstellen zu finden...)

 

10 Aug 01

Nach den letzten Wochen, in denen ich fast ausschließlich Rennen gefahren bin, konnte ich mich in dieser Woche endlich wieder richtig aufs Training konzentrieren. Am Programm sind 3 lange Ausritte mit über 6h gestanden...

Zwar wird sich diese Tatsache sicher negativ auf meine Leistung am Sonntag in "Sarleinsbach"  auswirken, aber als Vorbereitung auf  die Hessen Tour konnte und wollte ich auf diese Einheiten einfach nicht verzichten.

 

04 Aug 01

1.4 Rennen in Völkermarkt; Tchibo Cup Runde 10: Österreichs größtes Eintagesrennen im Jahr 2001. Ich muss hier leider wenig diplomatisch anführen, dass die UCI Kategorie 1.4 zwar recht beachtlich ist, das Chaos in Kärnten aber rekordverdächtig war.

Schon die Startaufstellung stellte ein mittleres Problem für die Exekutive dar, die Jungs in Uniform waren einfach nicht in der Lage, die 100m Strasse im Startbereich für 10 Minuten abzusichern... 

Gleich nach wenigen Kilometern hatte ich dann Defekt. (NEIN! Dafür kann der Veranstalter natürlich nichts!). Vom Aufzeigen bis zum Laufradwechsel verging allerdings eine Viertelstunde. Hat Miro Kirh, unser Trodat Resch&Frisch Betreuer, geschlafen??? Nicht doch! Der Funk hat halt nicht funktioniert. 

Als ich nach einigen Kilometern am Hinterrad meiner Helfer Paul Kasis, Tom Mayer und VW Golf Kombi (DANKE!) begann den Konvoi zu überholen, plötzlich Gegenverkehr. Nur mit Glück konnte ich einen Köpfler durch die Heckscheibe rein ins Auto verhindern. Übrigens die Absicherung ist das ganze Rennen über nicht besser geworden, die Nachwuchsfahrer sprinteten sogar zwischen den Autos ins Ziel, ein gutes Training für zukünftige Fahrradboten... Damit ich dann langsam mit dem Jammern aufhören kann, gleich zum Höhepunkt: Kein Zielfilm!!! Noch Fragen???

Egal! Nun zum Rennen: Die schwierigste Stelle für mich stellte die Passage entlang des Stausees dar. Mein Rad hat dort immer stark nach rechts in Richtung Badeplatz gezogen. Ernsthaft, die Versuchung abzusteigen und eine Runde zu schwimmen war enorm. Kein Wunder bei über 35 Grad. 

Der eigentliche Wettkampfverlauf war von Spitzengruppen geprägt, die immer wieder vom Alexia Team aus Italien gestellt wurden. Auch ich habe einige Male versucht, mich am Anstieg vom Feld abzusetzen, war aber erfolglos, obwohl, in der vorletzten Runde ist mir fast das Kunststück gelungen die gesamte Elite zu demolieren, leider nicht durch meine heftige Attacken... in einem plötzlichen Anfall von Gedankenlosigkeit hab ich nämlich quer durch das Feld geschwenkt und fast einen Massensturz verursacht.

Im Finale, dem Sprint hinauf zum Stadtplatz nach Völkermarkt konnte ich mich erwartungsgemäß aber nicht wirklich in Szene setzten... Aber Wurscht! Es gab ja sowieso keinen Zielfilm.

Sieger: Sasa Sviben Stabil

PS: Noch was! Die Kalenderwoche 31 ist die erste im Radjahr 2001 ohne Elk Sieg... ich glaube die haben aber nur ein schlechtes Gewissen...

03 Aug 01

Kriterium in Wien:...100 Rund ums Rathaus! Klingt zwar langweilig, ist aber mein absolutes Lieblingskriterium, nicht nur wegen der imposanten Kulisse im Herzen der Hauptstadt, sondern weil man auf dem Kurs so was wie ein Indy 500 Feeling bekommt! Immer Vollgas, nie bremsen und ständig am Rutscher...

Das Rennen selbst war wieder von vielen Attacken geprägt, die das Elk Team in gewohnter Manier vereitelte. Leider war es dann am Ende aber kein Elch, sonder Giberto Simoni der das Rennen recht überraschend vor FraSt gewinnen konnte. 

Ergebnis: 1. Simoni; 2. Stocher; 3. Garber

01 Aug 01

Kriterium in Wels: Eine großartiges Rennen verbunden mit einer Supershow!

Eigentlich bleibt mir hier nur Gratulationen in alle Richtungen auszusprechen. Gratulation an Paul Resch stellvertretend für den Veranstalter, an das Sprecherduo Bachmayer-Hüttner die mächtig Stimmung gemacht haben, Gratulation auch an Peter Pichler der dem Löwen der Toscana gezeigt hat wie scharf ein Sheriff aus Oberösterreich schießt und Dank an das tolle Publikum und an die Sponsoren, die die Veranstaltung ermöglich haben...

HALT!!! Ich klinge ja schon wie ein Bürgermeister! 

Nun zum eigentlichen Rennen: Von Anfang an wurde ein unglaubliches Tempo vorgelegt, dann nach heftigen Attacken der Superstars löste sich eine Spitzengruppe. Mit von der Partie alle Favorits Cipollini; Franz Stocher, Arno Kaspret und natürlich Peter Pichler. Ah! Und auch der Christian Pömer war mit dabei... In meinem jugendlichen Leichtsinn hab ich natürlich gemeint bei dieser Rennsituation vor der sprichwörtlich "g'mahten Wiese" zu stehen, aber denkste! Zwar sprintete Pichler souverän, doch die ständigen Attacken der Pros machten vor allem mir, dem Hackler kräftig zu schaffen, aber es ist mir in Kooperation mit den "Elchen" gelungen alle Ausreißer zu stellen. Als sich dann so fünf Runden vor Schluss Pichler und Stocher endlich vom Feld lösen konnten, hab ich persönlich eigentlich nicht mehr an einen Heimsieg gedacht, zu stark habe ich den Medaillensammler im Punktefahren eingeschätzt... doch Peter Pichler hat mich eines besseren belehrt und das Rennen gewonnen!!! Ich muss sagen, ich hab mich richtig über diesen Triumph gefreut, nicht nur für uns als Team sondern auch für die Veranstalter um Paul Resch, so konnten wir uns auf die schönste Weise für die Mühen bedanken, die alle auf sich genommen haben um eine so tolle Veranstaltung zu organisieren...

Ergebnis: 1. Pichler; 2. Stocher; 3. Cipollini

31 Juli 01

Abwage: 70kg (ist nicht schlecht für an Bladen!?)

...anscheinend zu wenig für einen Kriterienbolzer. Beim Kriterium Klassiker in Graz habe ich richtig gelitten... Die Kulisse war jedoch einzigartig unzählige Zuschauer und Tolle Stimmung sprich ein Muss für jeden Radfan...

 

30 Juli 01

Meine Damen und Herren liebe Freunde des Radsports (und des Internets) ich habe meine Karriere als Radrennfahrer unwiderruflich beendet... insgesamt ca. dreimal innerhalb der letzten Woche, also ca. nach jeder Etappe.

Aber alles der Reihe nach:  Wie angekündigt bin ich am Mittwoch letzter Woche bei der
Slovakeirundfahrt gestartet... (um zu trainieren, Punkte zu Sammeln und vielleicht
auch zum Geldverdienen, und auch na klar! Zwecks COLORE)
Leider ist nichts wie geplant gelaufen, von Beginn an Dauerregen der zu argen
Überschwemmungen führte...
Bereits bei der ersten Etappe drei Österreicher gestürzt, am schlimmsten
hats Pechvogel Rametsteiner (www.rametsteiner.at) erwischt, seine Rundfahrt war nach einem wilden Crash mit schweren Beckenprellungen bereits nach 30 km zu Ende... Etappenziel der ersten Etappe (Pömer 15er; na BRAVO) Sobrance, ein Ukrainischer Grenzort... noch Fragen???
Von Dort gings über 215km weiter nach Poprad natürlich im Dauerregen...
Am Dritten Tag ein Schwenk nach Norden, wahrscheinlich um den Regenwolken zu
folgen; übrigens dort oben an der polnischen Grenze schemckts Wasser
ausgezeichnet, wenn man's verträgt... Ansonsten drohen Magenkrämpfe, Durchfall
Erbrechen und fast 40C Fieber; ich spreche aus Erfahrung Stefan Probst ebenso.
Kurz und gut beim Abschließenden Zeitfahren war nur noch ein Österreicher am
Start, Oldboy Rudi Ametsreiter, er ließ sich weder von Wind und Wetter noch
von schmutzigen Herbergen oder gar vom schlechten Wasser beeindrucken (leider
konnte er aber umgekehrt auch mit seinen Leistungen niemanden
beeindrucken... ein Nachsatz eines Neiders)
Trotzdem ist meine Bilanz positiv: Nach drei harten Renntagen bin ich
richtig gut in Schuss gekommen, nach zwei Tagen und Nächten am Klo bin ich richtig
dünn geworden und nach der Bilanz (40DM Preisgeld) richtig gierig aufs Welser
Krit am Mittwoch...

Ach so! Radfahren tu ich auch wieder.

Noch was Kasis Paul mein Freund und Trainingspartner alias der Liebesfürst wurde gestern beim Cup in Purgstall NEUNTER; ja 9er!!! MEINE GRATULATION!!! (Eine großartige Leistung in der ersten Saison mit rasierten Beinen, vor allem wenn bedenkt dass der P Paul ja hauptsächlich mit seiner Freundin trainiert...) 

24 Juli 01

...morgen beginnt in Medev (wo immer das ist) die Slovakeirundfahrt, bei der ich hoffe den einen oder anderen UCI Punkt zu ergattern... Nachsatz: Aus so einem Kaff sollte kein Staatsmann eines, vielleicht bald, EU Landes kommen, jedenfalls sollte er es zumindest abstreiten aber diese zur Schau gestellte Bodenständigkeit bringt sicher Wählerstimmen. Obwohl wählen die Slovaken überhaupt...?

 

22 Juli 01

Tchibo Cuprennen in Götzis. Die lange Autofahrt hat sich ausgezahlt. Beim Tchibo Cuprennen in Vorarlberg konnten wir den ersten Stockerlplatz in diesem Rennjahr herausfahren. Angesichts des schnellen Kurses war auch sofort klar auf wen die "Strategie" des Trodat Resch und Frisch Radteams zugeschnitten sein würde... und Peter Pichler enttäuschte nicht, denn er musste sich lediglich Ralf Scherzer vom Elk Team geschlagen geben. Besonders erfreulich ist für uns auch, dass wir den zweiten Platz in der Teamwertung dank einer wirklich soliden Mannschaftsleistung weiter festigen konnten. Ein weiteres Plus ist dass sich Oliver Bierbaumer nach längerem Formtief mit seinem siebten Platz wieder "zurückgemeldet" hat...

Resultat: 1. Scherzer; 2. Pichler; 3. Kaspret; 7. Bierbaumer; 14. Kasis; und nach einem schlechten Tag nur 17. Pömer

20 Juli 01

Was gibt's schöneres als ein Kriterium im Regen? Ein Kriterium im Regen mit dem gesamten Elk Team am Start...! 

Genau so wars heute in Wiener Neustadt. Dazu noch vom Start weg Attacken. Bis ich halbwegs mit dem Kurs zurecht kam, hatten mich Magig Berein, Ralf Scherzer und Stefan Rucker bereits fast überrundet. Gott sei Dank konnte ich mit dem Trio wieder ans Feld heran fahren und dann mit der Hilfe von meinem Resch und Frisch Teamkollegen Peter Pichler den, versöhnlichen 8. Rang ersprinten... 

Fazit: Beim Kriterium in Wels werden es nicht nur wir schwer haben, auch Mario Cippolini, der König der Löwen muss vorsichtig sein, dass sein Brüllen nicht von einem kräftigen  Röhren eines Elchen übertönt wird. 

Ergebnis: 1. Scherzer; 2. Berein; 3. Rucker; 7. Pichler; 8. Pömer

 

19 Juli 01

Nachdem ich beim Grestner, pardon, dem Uniqa Classics nur am Start gestanden bin und von Rennen fahren mit attackieren und so keine Rede war freue ich mich schon auf das Cupwochenende in Vorarlberg.

Dort möchte ich endlich wieder richtig angasen und noch ein paar Punkte auf mein Konto radeln.

Apropos Konto: gestern hab ich mir einen Bankauszug geholt und daraufhin entschieden auch das Krit in Wiener Neustadt zu fahren; ich hoffe dort gibt’s ordentliche Rundenprämien...

Ps.: Jetzt hab ich meine Aussage „ich freue mich schon aufs Cupwochenende“ noch mal gelesen, da ist mir eingefallen, dass ich heute mit Jürgen Pauritsch trainiert habe; ich freu mich doch nicht, denn der Jürgen wird mir sicher richtig weh tun... und nicht nur mir! Er ist unmenschlich stark!!!

 

16 Juli 01

Geschafft! Vorgestern, am Samstag ist das Uniqa Classic zu Ende gegangen; Der erste Start nach meiner zweiwöchigen Verletzungspause.

Das positivste an den vier Renntagen war das meine Form jeden Tag besser wurde, was angesichts meiner eher mäßigen Verfassung bei der ersten Etappe auch kein Kunststück war (...wenn man einen Krug wasser in die Wüste trägt...).

Vor allem, und da fällt mir ein Stein vom Herzen dürfte meine Patellasehnenentzündung ausgeheilt sein und ich kann wieder voll trainieren...

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