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"Rückblick"

Um ehrlich zu sein „plane“ ich schon seit kurz nach dem letzten Rennen ein Rückblick über das „Rennjahr 2002“! ...also schon ziemlich lange. Was aber nicht bedeuten soll, dass euch jetzt ein besonders ausgeklügelter, witziger oder gar spannender Bericht erwartet.

Letztendlich bin ich bei meiner „Visualisierung“ immer bei ein paar wenigen, meist negativen Ereignissen hängen geblieben und hab’ diese bis ins Detail analysiert.

Zum Beispiel mein Knieproblem gleich im Frühjahr, das mir recht lange nachgehängt ist und wegen der schlechten Leistungen danach auch ziemlich viel Selbstvertrauen gekostet hat.

Ein anderer negativer Moment, den ich wohl nie vergessen werde, ist das „Teammeeting“ gewesen bei dem uns unser Teamchef Hubert Stankovsky eröffnet hat, dass es mit „Hauptsponsor“ Gericom nicht klappt.

Ich kann nur sagen, die Tage danach waren furchtbar, immer mit der Ungewissheit trainieren zu fahren, ob das Geld auch im nächsten Monat wieder pünktlich am Konto sein wird... Aber genau bei diesem Punkt möchte ich mit den negativen Erinnerungen an dieses Jahr endgültig Schluss machen. Vor ein paar Wochen ist mein letztes Fixum für diese Saison pünktlich auf mein Konto überwiesen worden. Nicht von einem Sponsor, nicht aus öffentlicher Hand, Hubert Stankovsky hat die Budgetlücken aus eigener Tasche ausgeglichen. Hut ab!!!!

Aber ich denke, die Mannschaft hat bereits während der Saison bewiesen, dass sie diese Aufwendungen wert ist.

Schon bei der Slowenien Tour haben wir gezeigt, was wir können. Hannes Hempel, hat sich dort nach einem Jahr im Abseits wieder zurückgemeldet. Zweiter Platz in der Gesamtwertung, Bergtrikot und gute Etappenplatzierungen. Geschlagen nur vom Mapei Supertalent, Tour de l’Avenir Sieger Evgeni Petrov...

Kurz darauf, bei der Steiermark Rundfahrt, als Hannes in ähnlicher Manier nur von Maurizio Vandelli geschlagen wurde, hatte auch ich meinen ersten Lichtblick. Trotz harter Arbeit für die Mannschaft konnte ich zwei vierte Plätze auf den Etappen erzielen. Besonders auf der Schlussetappe (Wien Laßnitzhöhe) hat mir nicht viel gefehlt...

Der erste Sieg beim wichtigsten Rennen. Nach Startschwierigkeiten in die Bank Austria Tour hat Hannes Hempel sein Versprechen auf dem Teilstück von Kitzbühel nach Tamsweg wahrgemacht und gewonnen! Ehrlich: Als ich total fertig ins Ziel kam (vom Start weg bis Radstädter Tauern in der Spitze) war es der wohl schönste Moment im ganzen Jahr als mir Harry Wisiak, unser sportlicher Leiter, jubelnd die frohe Kunde überbrachte. Die Mühen hatten sich also gelohnt...

Danach kamen nur mehr Zugaben: Die Vizestaatsmeistertitel von Martin Moser am Berg und Hannes Hempel im Zeitfahren...

Und vor allem das Uniqa Classic. Gesamtsieg von Adam Homolka. Petr Herman Etappenzweiter. Ein schöner Moment gegen viele Superteams wie Domo mit Musseuw, Mapei mit Evans, Saeco, Credit Agricole, US Postal gewonnen zu haben. Und das nicht mit einem Supertstar, sondern mit einem jungen Tschechen, der sich selbst als Grupettofahrer sieht. Der durch eine großartige Mannschaftsleistung über sich hinaus wuchs.... Obwohl irgendwie, und das muss ich ganz ehrlich zugeben war dieser Tag, der letzte Arbeitstag vor dem Urlaub, auch eine ganz eigenartige Erfahrung. Ich hab’ mich irgendwie geärgert, eine Chance selbst ins Rampenlicht zu fahren, verpasst zu haben.

Leider bin ich aber auch nach den Holidays nie richtig in Schwung gekommen, ich fühlte mich zwar oft gut in Form, für Siege hat es aber dennoch nie gereicht. Auch wenn ich bei einer Etappe der Eagle-Tour of Malaysia und auch beim Radklassiker von Sarleinsbach recht nahe dran war...

Egal, dieses Jahr ist somit abgehakt! Es gab viele schöne Momente, aber leider auch einige wirklich schwarze Tage, fast wie im richtigen Leben.

Ich möchte mich auf diesem Weg nochmals ganz herzlich bei allen Sponsoren (die bezahlt haben) für die Unterstützung bedanken. Mein besonderer Dank gilt aber jenem Betreuer Team, das trotz widriger Umstände immer um unser Wohl bemüht war: Danke Harry, danke Hubert und Lukas!

Noch was: Ich wurde in den letzten acht Monaten oft gefragt, warum ich keine „witzigen“ News mehr auf meiner Seite veröffentliche. Nun: Mir ist heuer öfter mal das Lachen vergangen und ich wollte aufgrund der wirtschaftlichen Situation unseres Teams, die mich ziemlich beschäftigte und praktisch überall hin verfolgte, nicht noch mehr Zeit mit den „heiklen Themen“ verschwenden. Ich hoffe aber, dass mir im 2003er Jahr wieder öfter zum Scherzen zu Mute ist....

 

Sarleinsbach 4.08.02

Der Rundkurs im tiefsten (pardon) Mühlviertel zählt zu meinen absoluten Lieblingskursen. Im 2000er Jahr wurde ich dort hinter Kaspret und Pichler dritter  und auch heuer wollte ich ein tolles Resultat einfahren. Leider war ich aber in den Tagen davor als "Geldschürfer" unterwegs, ließ kein einziges Kriterium aus und fühlte mich in der ersten Hälfte des Rennens auch dementsprechend... Müde und etwas antriebslos. Wie auch immer, den anderen ging's anscheinend ähnlich. Alle Angriffe wurden von meinem Teamkollegen Martin Moser vereitelt, der im "Lokomotiv Modus" unterwegs war und ohne ein einziges mal mit der Wimper zu zucken jedes Loch zufuhr.

Bei Rennmitte kam auch ich auf Touren, konnte bei der ersten Attacke problemlos mitgehen und war auch nachher kaum am Limit. Am Ende schaute für mich ein dritter Platz heraus, mit dem ich mich nicht so recht anfreunden kann. Ich bin nämlich nach wie vor überzeugt, dass ein Sieg möglich gewesen wäre. Aber Patrick Riedesser, der mit Rang zwei ein tolles Comeback gab und ich waren einfach noch nicht gut genug aufeinander eingespielt, und so gesehen sind zwei Mann am Podest auch nicht so schlecht...

 

Einladungskriterien

Graz, Wels, Innsbruck, Feldkirch - Gisingen

Dass die letzte Woche richtig anstrengend war beweist schon einmal die Tatsache, dass zwischen jedem der vier Startorte viele, viele Autostunden liegen, dazu noch jeweils 80 Runden im Kreis fahren und davor und danach den interessierten Hobbyfahrern geduldig Fragen al la "Bringt die Bikedrive Kurbel was ???" zu beantworten... Aber, die Sache hat sich ausgezahlt, denn die Veranstalter waren nicht nur mit den Preisgeldern großzügig, auch an Verpflegung mangelte es nie.

Jedes der Kriterien hatte seine eigenen Reize, und es war auch für uns Rennfahrer ein tolles Spektakel: In Graz die Zuschauerkulisse, die perfekte Organisation in Wels, die tolle Altstadt von Innsbruck und der schnelle Kurs in Gisingen. So unterschiedlich diese Events auch waren, alle haben den selben Sieger: Den Radssport. Denn auch wenn die Helden der Landstraßen ganz sicher nicht auf den winkeligen Stadtkursen gekürt werden, boten sie bei allen Auftritten eine tolle Show und lieferten Radsport zum Anfassen und egal ob Freire, Glomser oder Usov als erster über den Strich fuhr, dem Publikum wird die Action, die Dynamik, Spannung und Show, die wir alle boten, in Erinnerung bleiben. Mag sein, dass sich der eine oder andere sogar entschließt, selbst Radsportler zu werden, mehr Rennen zu besuchen oder ein neues Sportgerät zu kaufen. Sicher ist nur, dass diese Woche ein Gewinn für den Radsport war und viele in den Bann des Speichenspektakels gezogen wurden...

 

31. Erlauftaler Radsporttage 26. Juli - 28. Juli 2002

Ich hab' mich richtig gut erholt, zu gut, wie ich bereits am Freitag merkte. Das schnelle Rundstreckenrennen stellt eigentlich normal kein großes Problem dar, ich musste mich aber dennoch ziemlich bemühen...

Auch am Samstag beim klassischen "Gemetzel" ging's in ähnlicher Tonart weiter. Zwar konnte ich mich nach einer beherzten Aktion am ersten Anstieg in die Spitze katapultieren, in dieser auch gut mithalten, aber leider nicht lange genug. In Runde vier von sieben wurde es dem Mr. Make Holiday nämlich zu schnell...

So bleibt nur noch der Sonntag. Auch dieses Rennen fing recht verheißungsvoll an. Nicht nur, weil uns die Veranstalter mit einer neuen, schwierigeren Streckenführung überraschten... 

Bernahrd Kohl auf WM Testfahrt setzte sich bereits in der ersten Runde mit einer gefährlichen Gruppe vom Feld ab. Nachdem ich nicht gerade mit dem Selbstvertrauen von Lance Armstrong unterwegs war, hab' ich am Anstieg versucht nachzusetzen. Sieh da, mein Vorstoß blieb nicht ohne Wirkung, als ich mich nämlich kurz vor der Kuppe zum ersten mal umblickte, war das Feld ziemlich langgezogen eine Spitzengruppe hatte sich formiert. Als diese, eigentlich recht hochkarätige Gruppe mit Kohl, Garber, Rametsteiner und Co. rasch einen Vorsprung von fünf Minuten herausfuhr, war auch mein Selbstvertrauen wieder da. Ich schmiedete schon Pläne wie ich am ehesten zu einem Topresultat fahren könnte, leider ohne auf meinen Körper zu hören, denn als es ins Finale ging zuckten plötzlich Krämpfe in meinen Beinen. So wurde die Letzte der sieben Runden auf der ziemlich selektiven Strecke zu einem kleinen Martyrium, zumal ich auch bei der "Energiezufuhr" nicht besonders clever agierte und soviel "Powergel" einfüllte, dass es im wahrsten Sinne des Wortes oben herausschwappte...

Mit dem zehnten Platz den ich am Ende belegte bin ich aber Angesichts der Umstände dennoch nicht unglücklich. Bleibt zu hoffen, dass es bei den Kriterien ruhiger zugeht und die Show nicht zu kurz kommt... ansonsten brauch ich nämlich bald den nächsten Urlaub!!!!

Urlaubsende

Die letzten Wochen sind recht hektisch verlaufen; viele Rennen, müde Beine und ein noch viel müderer Geist der wenigstens abseits der Rennstrecken nichts vom Radsport wissen wollte. Dazu kamen noch technische Probleme mit meiner Domain... Na egal! Ich bin jedenfalls wieder da.

Nach dem Sieg von Adam Homolka beim Uniqa Classic bin ich ziemlich direkt nach Italien auf Urlaub gefahren. Um ehrlich zu sein hab' ich erst dort so richtig gemerkt, wie anstrengend die Saison bis jetzt schon war. Nicht nur körperlich, auch psychisch. Es ist eben nicht immer leicht, seine eigenen Interessen hinter die der Mannschaft zu stellen... Auch wenn es sich beim Bikedrive Linz Team wirklich auszahlt.

Vor allem beim Uniqa Classic bin ich mir ganz sicher, dass Adam es ohne mir nie gewonnen hätte...  Denn es war schon mehr nötig, als nur die üblichen Domestikendienste um den tschechischen Sprinter und Schlechtwetterfahrer bei sommerlichen Temperaturen über steile Berge zu schie.. ähm lotsen...

Nach einer Woche Urlaub in Levanto (Cinque Terrre) gehts nun aber wieder richtig stressig weiter. Von Freitag bis Sonntag Erlauftaler Radsporttage. Nächste Woche fast täglich ein Einladungskrit. 

Altheim (19.06. Straßenrennen 110km)

Auf den Weg nach Altheim mache ich mich meistens mit gemischten Gefühlen. Einerseits bin ich dort als Nachwuchsfahrer immer gute Rennen gefahren und hab sogar mal gewonnen. Andererseits bin ich vor ein paar Jahren beim Sprint schwer gestürzt und hätt' mir fast ein Aug' ausgestochen. In den letzten beiden Jahren musste ich bei der "Rundfahrtsrevanche" auch ziemliche Schmerzen ertragen. Denn traditioneller Weise nehmen in Altheim alle jene, die bei der Tour nicht am Start waren, Rache an den müden "Kriegern"....

Gestern war's nicht anders. Ich bin eigentlich nur nach Altheim gefahren, weil ich der Meinung bin als oberösterreichischer Fahrer in der Heimat einfach starten zu müssen. Zwar bin ich relativ frisch aus der Ö-Tour gekommen, meine Spritzigkeit war aber die eines alten Traktors und deshalb war die "Highspeedrunde" wieder ziemlich schmerzhaft. Das Resultat 3er Moser, 11er Pömer 12er Homolka ist aber versöhnlich, vor allem weil der dritte Rang von Martin kein Zufall ist, sondern wir unsere fehlende Spritzigkeit mit einer guten, mannschaftlichen Fahrweise ausgeglichen haben und bei vielen Fluchtversuchen mit von der Partie waren. Gewonnen hat übrigens Scherzer von Elk vor Obwaller von Merida. Mit in der 8er Spitzengruppe war auch wieder Paul Kasis, was mich immer besonders freut...

 

Bank Austria Tour alias "Österreichrundfahrt"

(10. - 16. Juni)

Von vielen wird immer wieder bekrittelt, dass die Rundfahrt gar keine Österreichrundfahrt mehr ist, sondern bestenfalls eine Westösterreichschleife oder eine Alpen Tour. Mich hat das nur bei der Anreise gestört, denn eigentlich wär' ich gern direkt vor meiner Haustür in Traun gestartet und nicht bis nach Reutte getingelt aber egal... *gg*

Etappe 1a:

Ein 11km langes Zeitfahren entlang des Plansees mit Ziel in Reutte. Eine wirklich "selektive" Strecke und die einzige Chance für alle Tempobolzer und Kurvendrifter sich in Szene zu setzten. Eine mittlere Katastrophe für alle anderen, weil die winkelige, extrem schnelle Schlusspassage echt gefährlich war, vor allem auf den aerodynamischen Zeitfahrmaschinen... Der starke Regen, der gegen Mitte des Rennens aufhörte, verfälschte das Resultat zusätzlich, Gott sei Dank ohne aufs Gesamtklassement Einfluss zu haben.

Etappe 1b (Reutte - Reutte)

Bei uns im Team und auch überall sonst herrschte ziemliche Unlust. Ein zweites Mal an einem Tag ein kurzes Rennen zu fahren, noch dazu mit dem selben Zieleinlauf. (Ein enormer Stress auch für's Personal, am Vormittag die Zeitfahrräder fertig zu machen, Nachmittags nur zwei Stunden nach dem letzten Zeitfahrer wieder ab zur 1b Etappe). Aber was sein muss, muss eben sein... Kein Verständnis habe ich allerdings für den winkeligen, engen Zieleinlauf... Petr Herman unserem tschechischen Turbo war's wurscht, er sprintete auf Rang 5.

Etappe 2 (Reutte - Schwaz)

Etappe 1b war relativ piano. Etappe 2 richtig hart, vor allem weil ich mich in einer Zehn-Mann-Spitze wichtig machte und mit dieser ziemlich hochkarätigen Gruppe (B. Eisel; M. Sonne; H. Morscher; V. Fois, F. McMaster...) über den Fernpass und das Mieminger Plateu bis nach Inzing geritten bin... Das Finale war für mich extrem schwer und beim wieder extrem winkeligen Zieleinlauf übte ich mich nicht nur aus Angst in nobler Zurückhaltung...

Etappe 3 (Schwaz - Innervillgraten)

Hui, der Felbertauern ist lang! Überhaupt wenn einem die Sonne mit voller Kraft auf den Deckel brennt und man davor auch noch die Gerlos bezwungen hat... Ich hab' mich zwar recht gut gefühlt, im Finale aber rasch gemerkt, dass ich keine Chance habe vorne mitzumischen. Deshalb bin ich in der Schlussphase sehr aktiv gefahren um Hannes Hempel zu entlasten und ihn in eine möglichst gute Position zu bringen. Beim Schlussanstieg musste ich dann "ausschwenken"... Leider hatte Hannes einen schlechten Tag und verlor von starken Krämpfen geplagt 15 Sekunden.

Etappe 4 (Lienz - Bad Hofagstein)

Wieder der Felbertauern!!!??? Ok, ich bin eh schon ruhig, der komische "Tunnelberg" ist mir eh lieber als der Glockner, über den wir im 2000er Jahr nach Gastein "gebummelt" haben (besser gesagt, manche von uns, denn ich hab damals auch voll fahren müssen...) Eigentlich war diese vierte Etappe die erste bei der es mir richtig gut gerollt ist und das nicht nur runter vom Felbertauern, bei dem ich mit 110km/h einen neuen persönlichen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt habe. Auf dem Weg nach Gastein hatte ich richtig Druck am Pedal, leider aber kein Glück, denn die entscheidende Post hab' ich verpasst. Dafür hat mein Chef aber richtig Gas gegeben und als Fünfter einige der am Vortag verlorenen Sekunden wieder gutgemacht...

Etappe  5 (Gastein - Horn)

Am Dürnberg von Hallein raus nach Deutschland hab' ich kurzfristig gedacht, die Rundfahrt unmöglich beenden zu können. Es war extrem schwül und unangenehm schnell. Dann hat sich mein Körper aber wieder erfangen und nachdem ich Hannes recht gut ins "Horn" gebracht habe, bin ich richtig locker raufgeturnt um Körner zu sparen. Hannes wurde mit knapp 1:20 Rückstand Fünfter und war richtig sauer... Dabei hat an diesem Tag ein Motorradfahrer gewonnen. Kompliment zu dieser Vorstellung!!!

Etappe 6 (Kitzbühel - Tamsweg)

Der schönste und zugleich schlimmste Tag dieser Saison. Nach dem Pass Thurn, dem schmerzhaftesten Abschnitt (Kaltstart nach der Hornetappe) jeder Ö-Rundfahrt, bin ich mit einer 12-Mann-Gruppe Richtung Radstadt gerollt. Mit drei Minuten Vorsprung in den Radstädter Tauern gefahren und trotzdem nur mit der Verfolgergruppe ins Ziel gekommen. Zu wenig Härte Herr Pömer!!! Gut war, dass sich der Rückstand diesmal auf meinen Zimmerkollegen Hannes Hempel bezog. Er gewann die Etappe vor Obwaller und machte somit sein Versprechen wahr "Wir gewinnen unser erstes Rennen bei der Rundfahrt"...

Etappe 7 (St. Michael - Graz)

Der Sekundenkrimi zwischen Obwaller (meinem sentimentalen Favoriten) und Glomser wurde oft genug beschrieben. Mich hat an diesem Tag wesentlich mehr beschäftigt, wie man eine schrecklich große Mistgabel mit rostigen Spitzen, an denen man sich unglaublich weh tun kann, verniedlichend "Gaberl" nennen kann... So geschehen beim letzten richtigen Berg dieser Rundfahrt, dem grauslig, langen, steilen (am Anfang)  heißen Gaberl.

Mit dem Feld in Graz angekommen, war mir das aber wieder ziemlich egal. Hannes Hempel und Martin Moser fuhren nämlich nochmals unter die Top Ten und belegten auch in der Gesamtwertung die guten Plätze 5 bzw. 18 und sorgten somit dafür, dass die Rundfahrt auch wirtschaftlich ein kleiner Erfolg wurde. Ich hab' meine Arbeit auch gut erledigt und hoffe den Aufwärtstrend weiter fortsetzen zu können. Wir alle sind froh, dass wir's wieder mal geschafft haben. Nur unser Directeur Sportiv wär' gern noch ein paar "Etapperl" gefahren, seit Montag ist er  nämlich nicht mehr Direktor, sondern muss sich bis zum Uniqa-Classic wieder als Sportartikelverkäufer durchschlagen...

 

23 - 26 Mai 2002: Steiermark Rundfahrt

1. Etappe: Ich bekomm' jetzt noch Schmerzen, wenn ich an dieses Teilstück denke. Ich bin den ganzen Tag wie ein nasser Fetzen am Rad "gehängt" und wusste eigentlich gar nicht so recht warum. Beim Analysieren mit meinem sportlichen Leiter Harry Wisiak - der im '88 Jahr übrigens Zweiter bei dieser Rundfahrt wurde - war aber schnell alles klar. Mein neues Allergie-Medikament macht müde und ist deshalb absolut unbrauchbar für Leistungssportler... Danke Herr Doktor!

Resultat: 1. Vandelli (Elk) 2. Hempel 6. Moser !!!

2. Etappe: "Von vorne" lautete die Devise. Hannes Hempel und Maurizio Vandelli (Elk), die beiden Spitzenreiter, haben abgesprochen das Rennen mit je 3 Mann von vorne zu kontrollieren... Ich hab' mich bei der Tempoarbeit den ganzen Tag lang gefragt, wie die Jungs von US Postal das bei der Tour de France drei Wochen lang "durchdrücken"... Vor dem letzten Anstieg durften wir dann absalutieren und gemütlich ins Ziel rollen.

Resultat: 1. Scherzer (Elk) 3. Herman

3. Etappe: Mit etwas schweren Beinen und einer gewissen Verstimmung über den Ausgang des Vortages hab' ich mich beim Tempofahren etwas rar gemacht... Hat sich gelohnt, denn im Sprint konnte ich den ersten kleinen Lichtblick, einen vierten Platz verbuchen. Ehrlich gesagt hab' ich mich aber nicht richtig gefreut, denn ein vierter Platz interessiert in Wirklichkeit niemanden!

Resultat: 1. Scherzer (Elk) 2. Herman 4. Pömer

4. Etappe: Wien Laßnitzhöhe. Mein Lieblingsrennen

Ich wurde Vierter und hab' mich noch nie in meinem ganzen Leben so sehr über ein Rennen geärgert. War bis vier Kilometer vor dem Ziel in einer vier Mann Spitzengruppe und wollte nur gewinnen... AUS!!! Ich will nicht mehr daran denken!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Judendorf Straßengel

Trotz ziemlicher Probleme mit meiner Pollenallergie konnte ich in Judendorf recht gute Arbeit für meinen Captain Hannes Hempel leisten. Ich war bis zur vorletzten Runde, in der ich ein "Loch" zufuhr und dann absalutieren musste, immer inmitten des Geschehens... "Business as usual"

Hempel wurde im Sprint unglücklicher Vierter; Sieger Mervar von Krka Telekom

 

14 Mai 02

Slowenien Tour 7 - 12. Mai:

Ich sollte Prophet werden. Jetzt versprech' ich schon seit Wochen es geht bergauf und endlich war es soweit... Leider hauptsächlich im Streckenprofil der Slowenien Tour, denn der Vrsic, den wir auf der 6. Etappe zu bewältigen hatten ist wahrlich kein Hügerl...

1. Etappe 190km: Wie immer bei Rundfahrten wurde "Achtung fertig los" vom Start weg attackiert. Nachdem die Slowenen keine Ausreißergruppe duldeten, hat sich ein Fahrer des amerikanischen Saturn Teams alleine auf die Flucht gemacht, alle Wertungen gewonnen, aber im windigen Finale dennoch den kürzeren gegen die Meute der Verfolger gezogen. Petr Herman wurde Vierter und ich kam trotz eines Defektes im Finale zeitgleich mit dem Sieger (Clerc von Mapei) ins Ziel.

2. Etappe 120km: Eine flache Etappe, mit einer giftigen Schlussrunde. Vom Vorjahr - wo Jürgen Pauritsch auf diesem Teilstück einen Stockerlplatz bei der Rundfahrt verlor, gewarnt, bin ich mit Hannes am Hinterrad in den steilen Schlussanstieg gesprintet. Hannes konnte oben sogar die Bergwertung gewinnen. Sieben Kilometer später, im Ziel, war aber leider keiner von uns vorne. Petr Herman stürzte nämlich wieder, diesmal über einen Kollegen von Mapei...

3. Etappe 13km Zeitfahren: Ein Ruhetag für mich.

4. Etappe 161km: Auf diesem Teilstück standen die ersten längeren Anstiege auf dem Programm. Ich konnte eigentlich recht gut mitfahren, auch wenn mir bei den Tempoverschärfungen von Hannes immer die Luft wegblieb. Ins Ziel kam ich mit der ersten Verfolgergruppe. Hannes schlüpfte ins Bergtrikot.

5. Etappe 175km: Meine Aufgabe auf diesem schwierigen Teilstück war es, H. H. bis in den 9km langen Schlussanstieg knapp 40km vor dem Ziel zu begleiten. Kurz nach der Einfahrt in den Berg hab' ich weggeschwenkt "der Mohr hat seine Schuldigkeit getan..." und auch der Chef blieb nichts schuldig und wurde nur knapp von Petrov / Mapei geschlagen Zweiter.

6. Etappe  182km: Die Sonderprüfung über den Vrsic, stellte eigentlich kein großes Problem dar. Ich sollte versuchen möglichst weit vorne über den Berg zu kommen; das war's. Auch wenn ich mich nicht schlecht fühlte, war ich an diesem Tag aber unzufrieden. Ich bin vor lauter Respekt zu langsam und schonend über den Berg gefahren und kam wieder mit der ersten Verfolgergruppe an... H. H. war trotz Defekten ganz vorne, verteidigte das Bergtrikot abermals und blieb Dritter in der Gesamtwertung.

7. Etappe 178km: Eine klassische, ruhige Schlussetappe Mapei ist Tempo gefahren wir haben ab und zu mitgeholfen um "unser" Bergtrikot und den dritten Gesamtrang abzusichern. Das war's.

Fazit: Ich gehe recht positiv gestimmt aus dieser "Testrundfahrt". Die Form stimmt und auch im Team passt alles perfekt, was aber kein Wunder ist, denn für einen Mann mit der Klasse eines Hannes Hempel ist eben jeder gerne bereit zu arbeiten...

Sonntag 5. Mai: 15. Int. Select Radclassic Gleisdorf

Wie im Vorjahr hat sich bis zur Schlussrunde, die wir viermal zu bewältigen hatten nicht besonders viel getan. Sicher, es gab die eine oder andere Attacke, entscheidend absetzen konnte sich aber niemand.

Der kurze aber relative steile Anstieg im Finale brachte aber dennoch eine Vorentscheidung eine Gruppe von etwa 15 Mann konnte sich bereits bei der ersten Passage lösen. Mit von der Partie "von jedem Dorf ein Hund", wir Bikedriver waren mit Hannes Hempel und Martin Moser vorne vertreten und somit recht zuversichtlich. Fragen Sie mich jetzt aber bitte nicht, was sich vorne abspielte, denn der Vorsprung der Spitze wuchs so rasch, dass wir "Übriggebliebenen" schnell keinen Tau mehr vom Rennen hatten.

Hannes Hempel wurde am Ende, von Krämpfen geplagt Neunter, Moser Zwölfter. Wehrmutstropfen war nur der Sturz von Petr Herman, der sich gesellig wie er ist, bei der winkeligen Zieleinfahrt zu einem Vorarlberger Kollegen auf die Strasse legte. Das Risiko mich für Platz "abgehängt" aufs Maul (pardon) zu legen hab' ich mir gespart und bin Zeitgleich mit dem Feld ins Ziel gerollt.

 

27 Apr. 02

Die Versprechungen der letzten Wochen a la "es geht bergauf" haben sich bei unserem "Deutschen Wochenende" jetzt erstmals auch leistungsmäßig bemerkbar gemacht. Am Samstag beim 90km Rennen in Günzach war ich nach der harten Trainingswoche zwar noch ziemlich müde und vor allem muskulär alles andere als frisch. Sonntags, beim Frucade Straßenpreis in Rosenheim ging's aber bedeutend besser. Ich konnte - so meine ich - gute Arbeit für mein Bikedrive Linz Team leisten und entscheidend zum zweiten Platz meines Clubkollegen Adam Homolka beitragen. Generell ist zu sagen, dass wir am Sonntag recht gut ausgeschaut haben; nicht nur wegen der neuen Trainingsanzüge... Denn zuerst sind wir praktisch alleine das "Loch" auf die C und U 23 Fahrer zugefahren, und auch dann hat das Teamwork recht gut geklappt.... Also wiedermal meine Prognose "Es geht bergauf"

 

21 Apr. 02

Der Name Pömer bedeutet wieder etwas im österreichischen Radsport, ein dritter Platz bei einem der "Monumente", dem Welser Kirschblütenrennen gibt Grund zur Euphorie...

Leider hab aber nicht ich zugeschlagen, mein kleiner Bruder Bernhard war es, der sich bei widrigsten Bedingungen aufs Podest des U 15 Rennens fuhr und die "Familienehre" rettete...

...und er hatte einiges gutzumachen, denn meine Vorstellung war alles andere als professionell. Nach einer Nacht in der ich kein Auge zubrachte, war ich vom Start weg völlig von der Rolle und musste viel zu bald die Segel streichen...

Die gute Nachricht: "Es kann jetzt nur mehr bergauf gehen!" Denn die letzte Woche war alles andere als erbauend und viel schlimmer kanns nicht mehr werden.

 

14 Apr. 02

Aus vier Minuten sind gleich mal sechs Minuten geworden, die wir beim Straßenrennen in Pribram vorgeben mussten. Obwohl sich die namhaftesten Teams am Start (Wüstenrot ZVVZ; Elk und Gericom Bikedrive "wir") zu gleichen Teilen an der Führungsarbeit beteiligten, schmolz der Vorsprung aber kaum  und ich persönlich hab' auch nicht mehr damit gerechnet, dass wir die "Vorfahrer" noch mal "hinters Rad bekommen".

So drei Runden vor Schluss hat's aber dann doch noch geklappt, wir haben zum Feld aufgeschlossen und dann auch noch relativ rasch zur ersten Verfolgergruppe. Leider betrug der Vorsprung des Spitzenreiters Stefan Rucker, als wir zum Zielberg abbogen, immer noch eine Minute. Stefan war somit uneinholbar und fuhr hochverdient seinen ersten Sieg bei einer (Mini-)Bergankunft ein...Dahinter erkämpften sich Arno Kaspret und mein Teamkollege Petr Herman die Podiumsplätze.

Auch ich bin mit dem Verlauf des Rennens nicht unzufrieden, obwohl ich mich oft "richtig verbiegen" musste und auch im Finale keinen Auftrag hatte. Es war ein gutes Training, die Form geht nach oben und "unser Mann", Petr Herman, wurde Dritter. Sind wir gespannt, was uns nächste Woche beim Kirschblütenrennen erwartet.

 

13 Apr. 02

Auch dieses Wochenende findet in Österreich kein Rennen statt, somit sind wir wieder gezwungen, in einem Nachbarland unser Glück zu versuchen.

Diesmal werden wir nach Tschechien, genauer gesagt nach Pribram ausweichen. Dort findet nämlich am Sonntag ein 143km langes Straßenrennen statt. Obwohl wir mit drei Tschechen im Team ja fast Heimvorteil haben, wirds richtig schwer, erfolgreich zu sein, denn wir müssen den Amateuren und U23 Fahrern 4 Minuten Vorgabe gewähren...

 

08. Apr. 02

Pech! Wie schon im Vorjahr bringt mir der bayrische Boden wenig Glück! Beim MEA Frühjahrsstraßenpreis von Aichach wurde ich von einem Defekt besiegt... Wobei hier anzumerken ist, dass mich - wenn es nicht der "Patschen" gemacht hätte - sicher auch Franz Stocher, Arno Kaspret und Tom Mühlbacher (die drei Erstplatzierten) zum "Verlierer" gemacht  hätten... Eine wirklich gute Vorstellung lieferte auch mein Gericom Bikedrive Teamkollege Adam Homolka. Adam wurde nach einem aktiven Rennen starker Fünfter!

 

04 Apr. 02

Sorry! Ich hab' bis zum heutigen Tag keinen Rennbericht von Ansfelden zustande gebracht. Ich hätte zwar mehrmals zu schreiben begonnen, die "Muse" hat mich aber nie so recht geküsst... Was dort - beim österreichischen Saisonauftakt -  passiert ist, ist mittlerweile ohnehin bekannt (Elk hat uns allen eine  Lektion erteilt...) deshalb gleich zum Giro delle Marche, den ich über das Osterwochenende im Uniqa Nationalteam gefahren bin:

Diese Mission war von Anfang an spannend, Bundestrainer Lux hat mich nämlich ganz kurzfristig angerufen, ob ich ihm nicht aushelfen könnte... Tags darauf saß ich schon im Nachtzug Richtung Wien, von dort gings dann weiter gen Süden. Eine 14 Stunden Odyssee!!!

Das Rennen selbst war dafür weit aus weniger langweilig. Am Start stand eine  Horde hochmotivierter, blutjunger italienischer Rennfahrer, die selbst in den schwierigsten Rennsituationen genug Luft hatte, um sich gegenseitig zu beschimpfen... Dazu noch wirklich selektive Kurse und Wind. Mit einem Wort eine Rundfahrt zum Wohlfühlen ;)

Nichts desto trotz hab' ich mich aber gleich auf der ersten Etappe ziemlich "wichtig" gemacht, bin viele Attacken mitgesprungen und hab' dann, als die Italiener wieder diskutieren mussten, attackiert. Zu meinem Vorstoß  gesellten sich noch vier Andere und dann sind wir gefahren... Als wir nach einer über 50km langen Flucht nur 20km vor dem Ziel eingeholt wurden, traute ich meinen Augen kaum. Die erste Verfolgergruppe ist an uns nämlich mit ca. 30km/h Geschwindigkeitsunterschied vorbeigerauscht. Als dann auch noch der Rest des Feldes an mir vorbei flog, hab' ich mich entschlossen, Tag 1 im Gruppeto (Gruppe von Rennfahrern die den Schlusswagen auf seinem Weg zum Ziel begleitet und beschützt...) zu beenden... Eben dort war auch mein Platz für den Rest der Rundfahrt "Grupettooo". Obwohl, auf der letzten Etappe wollt' ich's dann schon noch mal wissen... Ich hab' mich zwar recht gut gehalten, war bis ca. 500m vor dem Ziel auch gut positioniert... Bei einer Bergankunft sind 500m aber ziemlich weit und so kam es, dass ich als ich "blau"  wurde (für Laien: als mir die Kraft ausging) von ca. 90% der Spitzengruppe überholt wurde und wieder nicht ins "Geld" fuhr.

Fazit also: Außer Spesen nichts gewesen... Das stimmt aber nur rein rechnerisch, denn sowohl meinem Rad, als auch meinem gesamten Körper, vor allem meiner Muskulatur, hat die Woche in Italien viel gebracht. Nach einer intensiven Behandlung von Mechaniker Niki Fleisz darf sich mein Sportgerät nämlich wieder Rennmaschine nennen und auch meine Muskulatur besteht dank Alex Baumann wieder aus Fasern anstatt wie zuletzt aus Knoten...

 

18 Mär. 02

Ich war weitgehend schmerzfrei und das ist das wichtigste! Nein, nicht weil die Rundfahrt so leicht war (oder ich so stark), dass ich mich nie quälen musste, ich spreche von meinem Knie! Nur auf der Ucka Etappe, bei der ich mich nach einem Defekt in einer extrem ungünstigen Rennsituation (Elk machte Tempo) "ganz viel bemühen" musste, hab' ich die abklingende Entzündung gespürt... Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich darüber auch gar nicht wirklich geärgert hab', denn mein Arzt hat mir geraten, beim kleinsten Schmerz das Handtuch zu werfen... (Wer mich näher kennt weiß wie "schwer" mir das so kurz vor dem Ucka gefallen ist)

Überhaupt kann ich sagen, dass ich froh bin wieder in Traun zu sein, denn die Gegend Rund um meine Heimatstadt ist einfach die Beste um zu trainieren! 

Achso! Sie wollen ja was vom Sportlichen wissen! Sorry! Das hab' ich leider verdrängt! 

Aber ernsthaft: Mir ist es zwar den Umständen entsprechend gut gegangen, warum die Magistrala DIE Vorbereitungsrundfahrt der Österreicher ist, wird mir aber immer ein Rätsel bleiben. Schon mal die Strassen um Porec sind ein Graus, dazu noch die hektische Fahrweise eines über 200 Chaoten (Anm. Österreicher ausgenommen ;) eh klar!!) starken Feldes und zu allem Überfluss ein ungeheiztes Hotel, und das alles zum Selbstbehalt... 

Aber es gibt einige Typen, die mit diesen Bedingungen ganz gut zurechtkommen, Arno Kaspret (weil er mit allen Bedingungen gut zurecht kommt; siehe Resultate), das Volksbank Team Vorarlberg (Sie haben Ihren "Miro Kirh's Heimatvorteil" perfekt genützt!!! Anm.: ich hoffe, die sind heuer viel im Ausland, denn sonst wird's heuer richtig schwer!!!), mein Teamkollege Petr Herman (Er wurde auf der 1.E. Vierter) (kein Wunder ich bin im Finale total hinter ihm gestanden!!! Ähm! weit hinter ihm gefahren...*ggg*) Sonst fällt mir auf die schnelle niemand ein!

Auf der anderen Seite gibt's aber richtig viele, die froh sind, dass der Kroatienfeldzug zu Ende ist. So z.B. die asphalthärtetesten Peter Pichler und Maurizio Vandelli, Mr. Comeback Markus Hens, der Chef Babysitter Paul Kasis, und natürlich ICH!!! 

So! Schluss ich schaff's diesmal, wie man deutlich merkt, nicht einen halbwegs objektiven Bericht zu schreiben! Sind's mir bitte nicht bös', sondern schauen's bei objektiveren (weil älteren) Kollegen rein. Mein Tipp: Franz Stocher

 

12 Mär. 02

Am Donnerstag findet der Prolog zur 42. Jadranska Magistrala, einer Rundfahrt durch Istrien statt. Dass ich höchstwahrscheinlich starten kann, verdanke ich Dr. Robert Kandlhart. 

Dr. Kandlhart ermöglichte mir nämlich in Zusammenarbeit mit dem Linzer SDZ (Sportwissenschaftliches Diagnose Zentrum) eine Stoßwellen - Therapie. Was dabei wissenschaftlich abläuft, ist mir zwar ein Rätsel. In der Praxis sieht die Sache aber so aus: Der Arzt fährt mit einem "Mini Dampfhammer" auf der verletzten Sehne herum, wenn er dann den Punkt gefunden hat, wo's am meisten schmerzt, umkreist er diesen... Ist zwar ziemlich unangenehm, aber recht wirksam, da sich auf dem Dampfhammer natürlich kein Meißel befindet, sondern ein Gerät das Ultraschallwellen aussendet.  So soll die durch die Entzündung entstandene Verklebung der Sehne abgetragen werden und die Gleiteigenschaften wieder voll hergestellt werden. So viel zum Thema Knie.

Wie sich jedoch eine fast zweiwöchige Trainingspause auf den Rest des Körpers auswirkt brauch ich wohl keinem erklären! Auch wenn ich den Doc ersucht hätt' mit der Wunderwaffe in Herzgegend zu agieren um den Kreislauf in Schwung zu halten bin ich momentan so richtig schwach...

ABER! Die Saison ist ja noch lang und irgendwann wird's sicher wieder besser rollen...

 

28 Feb. 02

Eigentlich hätte ich heute gerne geschrieben wie gut es rollt und wie sehr ich mich auf meinen ersten Start in diesem Jahr freue. Leider macht mir aber mein linkes Knie einen Strich durch die Rechnung. Die heutige Trainingseinheit musste ich nach nur 20 min beenden, somit ist mein für Sonntag in Triest geplanter Saisonauftakt mehr als fraglich...

 28 Feb.02, 16:00 Uhr: Ich bin soeben vom Arzt nach hause gekommen. Diagnose: Patellaansatzsyndrom

Wahrscheinlich verursacht durch das nass-kalte Wetter, die Materialumstellungen der vergangenen Woche und einer Verkürzung der Oberschenkelmuskulatur.

 

24 Feb. 02

Ich bin wiedermal von einem Trainingslager heimgekehrt, dem letzten für diese Saison, dem ersten mit meiner neuen Mannschaft, dem Team Gericom Bikedrive. Wenn ich nun so meine Eindrücke der letzten Woche zu ordnen versuche tu ich mir ehrlich gesagt richtig schwer, so viele neue Gesichter, ein neuer sportlicher Leiter, ein neues Rad, die Umstellung auf die Bikedrive Kurbel...

Vom Material bin ich, wie nicht anders erwartet, total begeistert, es sieht nicht nur toll aus, sondern hält auch was es verspricht. Überrascht war ich hingegen, das muss ich ehrlich zugeben, von der Bikedrive Kurbel. Bei technischen Errungenschaften bin ich nämlich immer enorm skeptisch und neige dazu, vieles schon von vornherein zu verdammen... Die gefederte Kurbel hat mir aber wiedermal gezeigt, dass das kein besonders cleverer Wesenzug von mir ist. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase möchte ich sie nämlich ehrlich gesagt nicht mehr missen... (Ich kann nur jedem empfehlen, auch mal den Test zu machen)

Bei meinen neuen Teamkollegen hatte ich von vornherein keine Bedenken, auch wenn ich mit dem einen oder anderen in der Hitze des Gefechts schon mal einen Wortwechsel in "Ghetto Jargon" hatte...

Die Woche in Bellaria hat nun bestätigt, dass wir uns alle prächtig verstehen. Wir haben die Zeit aber nicht nur damit verbracht herumzublödeln (auch wenn wir das fast noch besser können als Radfahrern), sondern auch konstruktive Gespräche bezüglich der neuen Saison geführt. Organisatorisches und so. Dabei hat sich sofort gezeigt, dass Hannes Hempel nicht nur am Papier unser Chef ist, sondern nach einem Jahr im Ausland auch die nötige Erfahrung und Reife hat, ein echter Captain zu sein...

So, jetzt spar ich mir aber weitere Schwärmerein, denn in ein paar Wochen beginnt die neue Saison und dann werden wir ohnehin sehen wie's aussieht!

 

27 Jan. 02

"...der Wind auf Fuerteventura fegt gnadenlos und nimmt naturgemäß auch wenig Rücksicht auf Radfahrer..." ein Originalzitat von H.P Obwaller.

Auch wenn H.P wie man weiß nicht gerade objektiv ist, wenn es um seinen "Erzfeind", den Wind geht hatte er mit seiner Einschätzung der Kanareninsel nicht ganz unrecht. Es war schon zeitweise recht windig. Geärgert haben wir uns über den "Blasius" aber nur selten, vielmehr erfreuten wir uns an seiner kühlenden Wirkung... Um weniger poetisch fortzufahren: Das Wetter auf Fuerteventura war ein Traum und hätte - auch in Süd Afrika - kaum besser sein können. Überhaupt fand ich den "Steinhaufen", wie mir die Insel beschrieben wurde, optimal zum Training geeignet. Viele kleine, bestens asphaltierte Strassen und vom Gelände her die gesamte Bandbreite von flach über hügelig bis bergig.

Klar dass "RR" und ich die perfekten Bedingungen gnadenlos in KILOMETER umwandelten.

Unumstrittener Höhepunkt unseres Aufenthaltes war die zweite Woche. Peter Pichler und Carlos Keck quartierten sich ebenfalls auf Fuerte ein. Leider, oder aus ihrer Sicht Gott sei Dank in einem anderen Hotel... Das Mühlviertler Duo bekam in unserer Low Budget Hütte keinen Platz mehr und war somit gezwungen, in einer Nobelunterkunft abzusteigen. Dabei hätten wir die Beiden wirklich dringend gebraucht, um bei der Schlacht am Buffet gegen die deutsche Übermacht bestehen zu können. Furchtbar kann ich nur sagen, wenn ich an diesen Speisesaal und vor allem das Publikum denke... 

Aber ich werd' nicht mehr daran denken und schon gar nicht darüber schreiben! Sonst sitz ich morgen noch vor der Tastatur und muss mich übermorgen wegen einer, von mir ausgelösten bilateralen Krise vor dem UN Sicherheitsrat verantworten...

Zusammenfassend und weniger abschweifend möchte ich nur noch anmerken: Trainingslager Jan 2002 perfekt gelaufen!

 

09 Jan. 02

Trainingslager: Eigentlich hatte ich für mein Jänner Trainingslager einen fast drei wöchigen Aufenthalt in Kapstadt geplant. Leider ist mir da etwas dazwischen gekommen... ich hab' zu viele Weihnachtsgeschenke gekauft, aber nicht nur heuer!!! Der Flug ans "Kap der guten Hoffnung" kostet, wie unsere Lieblingsnachbarn sagen würden, "schlappe" 1000 Mark, äh Euro...

Deshalb haben Roman und ich kurzerhand umdisponiert und pilgern nicht minder guter Hoffnung Richtung Fuerteventura. Die Kanareninsel ist wie uns die Dame aus dem Reisebüro mehrmals versicherte, ohnehin ideal für einen Radsporturlaub... 

(Liebe Frau "Neckermann" sollten Sie sich auf diese Home Page verirren: Ein Radsporturlaub ist wie der Name schon sagt ein Urlaub vom Radsport! Ein Trainingslager hingegen, bla, bla, bla, bla...!!!! Was soll's die Leute werden ohnehin nie begreifen, dass täglich sechs Stunden Radfahren nicht sehr entspannend ist! Wir fahren auf Urlaub!)

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