News: Archiv 2005

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Jahresrückblick

Wieder mal hat's lange gedauert, bis ich mich zu einem Jahresrückblick aufraffen konnte. Aber irgendwie ist das 2005er Jahr ganz besonders schnell vergangen und hat in sportlicher Hinsicht nie so richtig begonnen. Aufgehört hat es eigentlich bereits im September. Linz - Passau - Budweis war unser letztes ernsthaftes Rennen und wie die gesamte Saison ein Wechselbad der Gefühle. Der Sieg von Werner Riebenbauer bei der ersten Etappe ein echtes Highlight, vor allem, weil ich für Werner den Sprint lancieren konnte und so maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte. Die letzte Etappe mit der Bergankunft auf der Höss in Hinterstoder eine echte Enttäuschung, vor allem für die Teamleitung, was ich bis heute nicht verstehen kann und was mir sicher eine Lehre sein wird.

Übrigens weiß ich seit gestern, dass dieser Berg besser zum Schi fahren geeignet ist als zum Rad fahren, zumindest wenn man mit dem Lift rauf fährt ;-).

Auf sie Stimmung im Team hat sich die Bergschwäche aber ganz und gar nicht ausgewirkt. Ganz im Gegenteil. Und genau das haben wir nur ein paar Tage später bei meinem persönlichen "Race of the Year" auf Tobago eindrucksvoll zur Schau gestellt. Wir waren dort nicht nur das dominierende Team, sondern auch das mit Abstand coolste und lustigste. Überhaupt war der Abstecher in die Karibik ein Traum. Schade, dass es der letzte Auftritt des APOsport Wiesbauer Teams in dieser Formation war.

Schon eigenartig, wenn man bei einem Jahresrückblick irgendwo am Ende beginnt. Aber eben diese Eindrücke sind die, die mir am ehesten in Erinnerung bleiben werden. 2005 war einfach eine sportliche Hochschaubahn und trotzdem eines der schönsten Jahre meiner Laufbahn, weil wir einfach immer richtigen Spaß hatten und uns, wenn’s nicht so gelaufen ist, nie den Kopf zerbrochen haben.

Heuer war's von Anfang an schwierig, sehr schwierig. Vor allem weil wir immer zu wenig Rennfahrer waren. Teilweise waren wir zu siebt gegen elf Elk Fahrer und das kann einfach nicht klappen. Vor allem, weil so die Akkus jede Woche etwas leerer werden…

Aber natürlich gab's nicht nur zwischenmenschliche Highlights, sondern auch sportliche. Ein geiler Tag zum Beispiel war der Doppelsieg von Herman - Riebenbauer in Radkersburg. Da ist der gelbe Express richtig gerollt…

Ich persönlich habe mich auch sehr über meinen Landesmeistertitel gefreut, vor allem weil ich in Abwesenheit unserer Topsprinter gezeigt hab, dass ich, wenn ich freie Fahrt habe, immer für ein Resultat gut bin. Ein weiteres Erfolgserlebnis war trotz des bescheidenen 13en Endrangs die Staatsmeisterschaft auf der Strasse. Dort bin ich ein wirklich gutes Rennen gefahren, konnte nach viel Pech zu Beginn im Finale sogar noch attackieren und letztendlich vor "Armstrongbezwinger" Wrolich den Zielstrich überqueren… wobei das "vor" eher Pacos Großzügigkeit, als meiner Sprintkraft zu verdanken war ;-).

Weniger schön war mein Auftritt bei der Österreichrundfahrt nur eine Woche später. Die erste Etappe der Tour war vielleicht der schlechteste Tag meiner Karriere. Warum? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich hab ich mir einfach zu viel erwartet, und mein Experiment mit dem Höhenluftgenerator war wohl auch eher kontraproduktiv und hat mir mehr Luft gekostet als gebracht. Dazu noch die Wetterumschwünge, die mir seit meiner Volksschulzeit zu schaffen machen und meine heuer wieder ziemlich hartnäckige Pollenallergie. Es war wie verhext.

In Erinnerung bleiben wird mir 2005 auch als das streckentechnisch unausgeglichenste Jahr.

Während in der Politik über die Söhne und oder Töchter in der Bundeshymne diskutiert wird, bleibt man im Radsport politisch korrekt und geschlechtsneutral bei der ersten Zeile. Land der Berge, Land der Berge, Land der Berge… und macht höchstens kurze Abstecher zum Strome, und die Äcker sind meist eher Almen.

Bergiges Uniqa Classic, Bergankunft bei der Steiermark Rundfahrt, Zeitfahrmeisterschaft mit Bergankunft, Bergankunft bei der Straßenmeisterschaft, Bergtour Österreichrundfahrt, Bergankunft bei Linz-Passau-Budweis und natürlich auch noch das größte Eintagesrennen der Nation in Judendorf mit einem Kurs für Kletterer.

Ich mache natürlich niemandem einen Vorwurf, schon gar nicht den Veranstaltern. Frage mich aber dennoch, ob der Verband in Fällen wie diesen nicht regulierend eingreifen sollte.  Denn es ist einfach bedenklich, wenn bei einer Straßenmeisterschaft nur "Kitzbüheler Horn Sieger" am Podest stehen und auch das Zeitfahren von einem "Kitzbüheler Horn Sieger" gewonnen wird, vor allem weil durch das traditionell berglastige Medienspektakel  "Ö Tour" im Land der Berge ohnehin die Kletterer bevorzugt sind...

Durch diese Unausgeglichenheit wird eine ganze Generation an Sprintern und Rollern im Keim erstickt!

Aus persönlicher Hochachtung und um nicht mit einem negativen Satz ins neue Jahr zu rutschen, sei aber angemerkt, dass alle genannten Veranstaltungen für sich wirklich toll waren. Vor allem die Österreich Rundfahrt wird von Jahr zu Jahr attraktiver. Um die Bundeshymne noch mal zu missbrauchen, der Abstecher von den Bergen zu den Domen, also in die Städte, lohnt sich wirklich.

Ich freu mich schon auf 2006.

Ein gutes neues Jahr

Christian  

 

Zwischen Sieg und Niederlage

Zwischen Sieg und Niederlage liegen im Radsport oft nur ein paar Zentimeter oder ein unachtsamer Moment. In unserem Fall liegt zwischen Sieg und Niederalge ein ziemlich hartes Trainingslager, ein Tag Mentaltraining und eine Fehleinschätzung…

Aber alles der Reihe nach.

Der Sieg, von dem ich spreche, war der von Petr Herman beim Thermen GP in Bad Radkersburg. Obwohl dieser bereits drei Wochen zurückliegt, erinnere ich mich nochmals gerne zurück. Mit taktischer Cleverness und großer Ruhe sind wir ein perfektes Rennen gefahren. Der Zielsprint war sicherlich die Krönung… Mit nur drei Mann, nämlich Vladimir Novotny, Fritz „Magic“ Berein und mir, haben wir den Doppelsieg von Petr Herman und Werner Riebenbauer fehlerfrei vorbereitet. Vor allem der Magische wurde seinem Namen mehr als gerecht und hat wieder eindrucksvoll gezeigt, wer die meisten PS im heimischen Zirkus hat…

Mangels Rennen haben wir uns entschlossen, die Zeit vom 11. – 19. April als Teamtrainingslager zu verbringen. Ich kann nur sagen: eine richtig schwere Zeit. Kein Wunder, das Gelände rund um St. Georgen an der Gusen, sprich das Mühlviertel, ist eben eine der schwersten. Als "Reiseleiter" habe ich aber immer recht schöne und hoffentlich auch wirkungsvolle Runden zusammen gestellt und nach vollbrachter Arbeit wurden wir beim Radlwirt mit echten Männerportionen verwöhnt…

Den Abschluss des Trainingslagers bildete ein Tag im Klettergarten mit unserem Mental Coach Mag. Helmut Pichler. Er zeigte uns mittels großer Höhe und wackeliger Bäume ganz eindrucksvoll, wie sehr einen die Psyche blockieren kann… Vor allem die anschließenden Gespräche haben mir enorm viel gebracht, auch beim gestrigen Kirschblütenrennen konnte ich davon profitieren.

"We don’t race for seond Place" ist einer der Grundsätze, die Ribi im Vorjahr bei uns eingeführt hat. Demnach ist der zweite Platz von gestern (24.04.05) eine Niederlage... Punkt!

Vor allem weil es unnötig war, denn wir sind ein geschlossen gutes Rennen gefahren, waren immer zu Acht vorne und sicherlich das stärkste Team in Wels. Dass mit Jochen Summer (Elk) der momentan stärkste Fahrer gewonnen hat, ist zwar "gerecht" das beste Team sollte aber zu verhindern wissen, dass ein Fahrer wie Jochen seine Karten ausspielen kann. Aber egal, nach dem harten Trainingslager brauchen wir sicher noch ein paar Tage um wieder voll regeneriert zu sein und Ziel der Qualen war ja primär das Uniqa-Classic (2. – 6. Mai) mit dem Finale in Linz.

 

Rund um den Wallersee, Ostermontag 28.03.05

Weniger Lob verdient der Veranstalter in Neumarkt, wie jedes Jahr… Denn nicht nur das Wetter war gewohnt schlecht (Dauerregen bei weit unter 10’C), sondern auch mit der Absicherung gab es wie alle Jahre Schwierigkeiten, die heuer sogar in einem Fahrerstreik eskalierten. Super auch die eiskalte Dusche im Ziel!

Das Rennen selbst verlief weitgehend ruhig. Erst in der vorletzten Runde wurde ernsthaft angegriffen. Wieder bildete sich die Spitze nach einem Vorstoß, dem auch ich angehörte. Von meinem APOsport Wiesbauer Team war diesmal der erst 19 jährige Christian Lener dabei. Mit Rucker von Elk, Kasis für Sky Plastic und zwei starken Tschechen war Christian zwar der Außenseiter im Spitzensextett, mit seinem schönen vierten Platz enttäuschte er aber trotzdem nicht. Als erster überquerte "PvK", wie sich Paul Kasis in Anlehnung an sein belgisches Vorbild „PvP“ Peter van Petegem Spaß halber nennt, den Strich. Mittlerweile erinnern also nicht nur Name und Bierkonsum an den „schwarzen“ Belgier, sondern auch Killerinstinkt und Chancenverwertung, wie mir unsere Betreuer nicht ohne Begeisterung berichteten. Paul hat den richtigen Moment abgewartet und knapp 2 km vor dem Ziel unwiderstehlich angetreten… Gratuliere!!!!!!!!!!

Aber auch wir können uns über den ersten Sieg freuen, wenngleich auch nur in der Mannschaftswertung….      

 

COMPLoIMENTI  in Schwanenstadt

Es gibt wenige Kurse in Österreich auf denen ich mehr gelitten habe, als auf der relativ leichten Runde von Schwanenstadt. Warum? Keine Ahnung! Irgendwie hab ich es immer geschafft, mit richtig schlechten Beinen nach "Schwauna" zu kommen und mit noch schmerzhafteren Selbstzweifel nach Hause zu fahren…

Heuer war's anders, und die Änderung meiner Trainingsgewohnheiten hat sich erstmals bemerkbar gemacht. Auf dem kurzen, aber steilen Philippsberg konnte ich immer problemlos mithalten und auch sonst liefs nicht schlecht. Am Anfang war ich sogar in einer Spitzengruppe vertreten. Mit Kasis, Fischerlehner, Hanson, sogar in einer ziemlich hochkarätigen, zu hochkarätig möchte ich fast sagen…  

Das Rennen selbst war von der Fluchtgruppe geprägt, die als Konter zur eben erwähnten entstand, doch auch diese wurde im Finale mühelos gestellt.

Bei der letzten Anfahrt zum Philippsberg wollte ich durch ein Missverständnis mit "Magic" Berein inspiriert, nochmals mein Glück in der Flucht versuchen. Wobei der Moment so blöd war, dass ein Erfolg im Lotto ähnlich wahrscheinlich ist, wie "so" allein ins Ziel zu kommen. Aber egal, der Wille zählt diesmal fürs Werk…

Schlauer machte es Martin Comploi, der ein hochverdienter Sieger für dieses tolle Rennen ist. "Complimenti" an Martin und sein sehr starkes ELK Team. Aber auch dem Veranstalter kann man nur gratulieren, die Mühen haben sich wirklich gelohnt…

 

(22.03.05)

Bereits ein nüchterner Blick auf die Ergebnisliste des 45. Eröffnungsrennens in Haid/Ansfelden verrät jedem, der sich halbwegs im Radsport auskennt, wie der Saisonauftakt 2005 ungefähr gelaufen ist. Frühe Spitze mit allen namhaften Teams. Dahinter vorerst wenig Bewegung und erst als das Feld als eindeutiger Verlierer feststand, auch dort wieder ein Rennen, wenngleich auch nur um die Trostpreise. So ist Radsport eben, manchmal spannend fesselnd und dramatisch (wie z.B. beim Saisonauftakt 2004)  teilweise aber auch einfach nur taktisch kühl und berechnend und für Laien schwer verständlich.

Manches bleibt aber immer gleich, es gibt (fast) immer einen würdigen Sieger. Die Qualität eines Radrennens lässt sich nicht anhand der Zeitabstände, oder gar Durchschnittsgeschwindigkeiten feststellen, und es sieht immer leichter aus als es ist, vor allem wenn man nur beim Zielstrich wartet und das Rennen nicht auch an den Schlüsselstellen verfolgt.

Auch gestern war es bei Gott nicht einfach. Durch den starken Rückenwind gab es wirklich keine Stelle zum Erholen. Auf der Zielgeraden starker Gegenwind, danach Seitenwind und zu allem Überfluss Rückenwind am Hügel. Anders als auf der Fahrt zum Mostbauer ist im Rennsport Rückenwind auf Anstiegen nämlich quasi tödlich. Denn der Blasius von hinten setzt den Windschatten fast gänzlich außer Kraft und begünstigt somit, anders als sonst, die die vorne fahren, bergauf also die „Starken“…

Dass man sich auf der kurzen Abfahrt kaum erholen kann und eine 3h Fahrt auf einem so kurzen Rundkurs auch psychisch schwierig ist, wird die Nörgler und Besserwisser aber ebenso wenig interessieren, wie all meine anderen Argumente. Aber egal!

Nun zu mir: Ich war körperlich erwartungsgemäß noch nicht in der Lage, eine entscheidende Rolle zu spielen. Die Tatsache, dass wir in der frühen Spitze mit Patrick Riedesser ohnehin den Richtigen hatten, kam mir wirklich entgegen. So war es mir möglich, ein relativ anonymes Rennen zu fahren, um meinen Motor langsam in Schwung zu bringen. Die Basis scheint recht gut zu sein und wenn sich mein Körper in den nächsten Wochen auch an die Rennbelastung gewöhnt, gibt’s sicher bald die ersten Resultate…

Resultat: 1. Jim Wafler; 2. Peter Pichler (Elk) 3. Patrick Riedesser (APO Sport Wiesbauer Linz)

 

(17.02.05)

Die Schi-Weltcup-Saison geht heute zu Ende und macht somit endlich Platz für andere Sportarten. Wobei ich das Gefühl nicht los werde, dass uns neben dem ORF auch die Wetterlage noch länger an Wintersport erinnern wird…

Wie auch immer, offiziell beginnt nächste Woche in Haid/Ansfelden jedoch ein neues "Radjahr", ein Jahr, das zumindest im internationalen Radsport ganz im Zeichen der "Pro Tour" Revolution steht. In der heimischen Szene dürfte sich dadurch aber nicht besonders viel verändern. Leider bleibt der Tchibo Cup, wie auch im Vorjahr, ein fast 30 Rennen umfassender "Ranglistenbewerb", der einige Teams daran hindern wird, kleinere heimische Rennen zugunsten attraktiverer Veranstaltungen im Ausland zu streichen… Schade! Aber es ist wie es ist! Der ÖRV hat sich die Entscheidung sicher gründlich überlegt und für uns gilt es einfach das Maximum aus der Situation rauszuholen.

Große Veränderungen, zumindest wirtschaftlicher Natur, gibt’s jedoch bei meiner Mannschaft. Wie der neue Name "Team APOsport Wiesbauer" verrät, haben wir neue Geldgeber. Der Hauptsponsor des Vorjahres, Hervis, ist "nur" mehr als Ausrüster tätig. Viele werden sich fragen, warum Hervis nach einem Traumjahr wie 2004 nicht mehr auf unseren Trikots steht. Nun, stark vereinfacht war es so, dass eine von unserem Management durchgeführte Werbewertanalyse einen überraschend hohen Wert unseres Teams ergab, für den die Marketingabteilung des Sportdiskonters in Salzburg einfach nicht den fairen, branchenüblichen Preis bezahlen wollte.

Das Team daraufhin nicht für ein Butterbrot zu verkaufen, halte ich für eine mutige und hochprofessionelle Entscheidung meiner Chefs.

Besonders interessant an dieser Richtungsänderung ist, dass sich Hervis nicht gänzlich aus dem Radsport zurückgezogen hat sondern als Hauptsponsor bei der Österreich Rundfahrt eingestiegen ist.

Als betroffener "Marketinglaie" frage ich mich jedoch (zugegebenermaßen inkompetent und unobjektiv), warum ein Sportdiskonter der Image mäßig sicher nicht als "überkompetenter Fachladen für absolute Spezialisten" auftritt, in eine einwöchige Großveranstaltung investiert, anstatt dem preisbewussten Kunden mittels Radteam über Monate hinweg immer wieder Kompetenz zu suggerieren…

Aber mir is wurscht!

Denn zusätzlich zu unserem Co Sponsor aus dem Vorjahr, APOsport, ziert unser Trikot seit heuer auch ein Wiesbauer Logo und auch sonst sind viele attraktive Sponsoren und Ausrüster mit an Bord.

Hier eine kurze Vorstellung all jener Sponsoren des Team APOsport Linz, deren Logo auf unseren Trikots steht.

APOsport entwickelt und vertreibt innovative und sinnvolle Produkte zur Nahrungsergänzung, die auf den jeweils neuesten, internationalen Erkenntnissen der Ernährungsphysiologie basieren.

Der Vertrieb der APOsport®-Produkte erfolgt ausschließlich über die österr. A
potheken. Ein Weg der Beratung, Vertrauen und Seriosität garantiert. So wurde die Produktlinie APOsport® von der österr. Apothekenkommission geprüft und mit dem Aposort-Logo versehen.

Dies bedeutet:
        - besondere Qualität
        - gesicherte Wirkung
        - sichere Handhabung, und
        - deklarierte Zusammensetzung!

Wiesbauer Das vor über 70 Jahren von Franz Wiesbauer gegründete Wursterzeuger-Unternehmen zählt zu den bedeutendsten Betrieben der Branche und ist der größte Dauerwursthersteller in Österreich. Außerdem ist Wiesbauer seit Jahren sehr eng mit dem österreichischen Radsport verbunden und sicher nicht nur deshalb jedem Radsportinteressierten ein Begriff….

Im Jahr 2003 konnte das Unternehmen mit 300 Mitarbeitern einen Umsatz von 64 Millionen Euro erzielen. Den größten Anteil daran nimmt die Parademarke "Bergsteiger" ein. Weitere 80 österreichische Wurstspezialitäten werden für den österreichischen Markt und den Export, vor allem nach Deutschland, produziert. Neben zahlreichen Dauerwurstspezialitäten ( "Bergsteiger" , "Polnische Spezial", "Schönbrunner") zählen seit einigen Jahren aber auch Schinkenprodukte der Spitzenklasse zu den Verkaufshits des Unternehmens.

Lease Plan ist der weltweit größte Fuhrparkmanager und kümmert sich um den gesamten Fuhrpark eines Unternehmens, nimmt einem quasi alle Sorgen rund ums Auto vom Ankauf, Anmelden und Versichern bis zum "Verschrotten".

Uvex. Ein neuer, alter Sponsor und Ausrüster, über den ich mich persönlich  sehr freue. Ich wurde quasi während meines ganzen Erwachsenen-Lebens von Uvex Helmen (ausgenommen 2004) "beschützt" und konnte so auch die schrittweise Entwicklung vom Sturzring bis zum neuen TF1 am eigenen Kopf miterleben…

Wahnsinn, was ich auf diesem Sektor getan hat! Der neue Deckel ist mit Sicherheit der absolut beste am Markt und wohl das einzige Teil, um das Jan Ulrich von Lance Armstrong beneidet wird.

Fuji Bikes dazu mehr wenn ich Fotos und mehr Erfahrungen mit den neuen Carbon-Maschinen gemacht habe… einstweilen fahre ich noch ein Alu Modell, dass sich kaum von dem aus dem Vorjahr unterscheidet. Bin aber schon richtig heiß auf meine Premiere mit der Carbonwaffe.

Hervis brauch’ ich eigentlich nicht näher vorzustellen. Auch wenn sich das Team und ich von unserem letztjährigen Brötchengeber etwas hintergangen fühlen, ist und bleibt Hervis ganz sicher der "Bestpreismarkt" am Sportsektor. Sei's bei Bekleidung, Schi oder auch beim Rad Preise zu vergleichen, ist Zeitverschwendung. Hervis ist sicher am günstigsten!!... und auch was fachliche Kompetenz betrifft, meist besser als ihr Ruf.

Stopfer Förderbänder und Gummitechnik. Auch wenn ich mich am Sektor Förderband nicht wirklich auskenne, mein absoluter Lieblingssponsor. Wobei Klaus Stopfer eigentlich ja schon fast ein Mäzen im klassischen Sinn ist. Er stellt nicht nur ein Fahrzeug für die Wiener Gruppe (Ribi, Magic und Co.) zur Verfügung, sondern bezahlt auch den Prämientopf, den wir hoffentlich ziemlich schnell entleeren…   

So
, jetzt habe ich hoffentlich alle Sponsoren, die einen Platz auf unserer neuen Uniform haben, vorgestellt. Ich möchte wirklich an euch alle appellieren, diese Liste auch bei Kaufentscheidungen bewusst zu berücksichtigen. So kann jeder seinen "indirekten" Sponsorbeitrag leisten. Bei so tollen Sponsoren sollte das auch nicht besonders schwer fallen, denn, dass Nahrungsergänzer aus der Apotheke besser sind als die aus dem Hinterhoflabor, ist ebenso einleuchtend, wie, dass eine gute Bergsteiger von Wiesbauer kommt und nicht aus Ostpolen…

 

Mit zunehmender Stärke stellt sich natürlich auch die Frage nach den Zielen. (17.02.05)

Was will ich im Jahr 2005 sportlich erreichen?
Nach einem Jahr wie 2004 ist es für mich doppelt schwierig konkrete Ziele zu äußern, auch wenn ich sie natürlich vor Augen habe…
Vielmehr möchte ich darüber schreiben, was ich anders machen werde, um zum Ziel zu gelangen. Denn anders als in der Philosophie ist im Radsport ja nicht der Weg selbst das Ziel. Ganz im Gegenteil, wie man das Ziel erreicht, ist im Straßenradsport vollkommen egal. Auch der schwächste Fahrer, mit dem unästhetischsten Fahrstil, der keinen Meter im Wind fährt und während des gesamten Rennens den sterbenden Schwan mimt, ist wenn er den Strich als Erster überquert, ein würdiger Sieger…

Die erste wesentliche Veränderung wird die grundsätzliche Saisonplanung sein.
Mein Ziel war es immer, ein starkes Frühjahr zu fahren, dann etwas rauszunehmen, um bei der Österreichrundfahrt mit Top Form am Start zu stehen.

Nun: Das ist mir auch immer gelungen. Nur war ich meistens bereits Ende Februar, Anfang März stark und bei der Saisoneröffnung in Ansfelden schon wieder am absteigenden Ast. Die einzigen, die meine "Zufrühform" bemerkten, waren demnach meine Trainingspartner.

Mit der Österreichrundfahrt ist's eine andere Sache. Die Gesamtwertung ist für einen Allrounder wie mich aufgrund des Kitzbüheler- Horns kein Thema und ganz einfach den Bergspezialisten vorbehalten. Auch wenn ich mir zutraue so als ca. 20er (vgl. 29er 2003) am Horn anzukommen, wen interessiert es? Bleiben noch die mittelschweren Etappen: Um dort erfolgreich zu sein, ist aber weniger Topform als vielmehr Glück nötig: Gegen Weltklassesprinter wie Steels und Co. ist im Sprint nämlich sicher kein Kraut gewachsen und um mit einer Spitzengruppe in Zielnähe zu gelangen, ist eben vor allem Glück nötig…
Auch wenn ich 2003 bewiesen habe, dass ich mit guter Form relativ nahe Richtung Podium komme (1x5er und 3xTop Ten)...

Lange Rede - kurzer Sinn: 2005 werde ich weder mit einer Frühform spekulieren, noch in irgendeiner Weise mit der Österreichrundfahrt oder Uniqa Classic kokettieren. Vor allem das "Exklusivintersse" an der Österreichrundfahrt hat mir schon genug Erfolge gekostet. Sich ausschließlich einem Höhepunkt zu widmen scheint zwar sehr professionell, funktioniert aber höchstens bei den 10 besten Rundfahrern der Welt.
Stattdessen werde ich, was die Periodisierung betrifft, einfach auf meinen "Biorhythmus" achten und versuchen schnell zu fahren, wenn’s mein Körper zulässt und mich ansonsten auch wieder in den Dienst der Mannschaft stellen. Wobei mir sehr wichtig ist, endlich mal auch an schlechteren Tagen das Selbstvertrauen und die Coolness zu haben, was zu riskieren…

Der zweite große Fehler den ich alle Jahre wieder mache, ist meine Qualitäten als Allrounder als Schwäche zu sehen. Zur Schwäche wurde diese Fähigkeit nur, weil ich versucht habe bergauf zu fahren wie ein Bergfahrer und auf die "flamme rouge" gewartet habe wie ein Sprinter… Klar, dass ich so nur wenig gewonnen habe. Wahrscheinlich habe ich meine Chancen am ehesten zwischen Berg und Sprint zu suchen. Bleibt zu hoffen, dass ich sie finde und vor allem auch nütze…
 

(28.01.05)

Der Jänner neigt sich dem Ende zu und somit geht auch meine Vorbereitung in die entscheidende Phase.

Ab nun gilt es beim Essen und Bierkonsum wieder etwas kürzer, dafür aber ums so intensiver in die Pedale zu treten…

Wobei ich mich was Umfang und Intensität der Trainingseinheiten betrifft, eher zurückhalten muss. Letztes Jahr habe ich mittels Trainingswahn nämlich bereits Ende Jänner, Anfang Februar den Grundstein für anhaltende Erfolglosigkeit gelegt…

Nach meinen 1000km auf Gran Canaria (6 Trainingstage davon ein Ruhetag) hab ich, weil’s in der ersten Februar Woche in Österreich so schön war und weil jeder erwachsene Österreicher ca. genauso viel arbeitet, gleich noch mal ein 40 Stunden Wocher'l draufgepackt. Natürlich nicht im Fettstoffwechsel, Fahrtspiele sind nämlich lustiger… ;) Nach dem Teamtrainingslager in den Semesterferien steht dann im Trainingsbuch nach fast jeder Trainingseinheit so was wie: "müde, Muskelschmerzen, kaputt oder dgl."

Wie gesagt weniger ist eben oft mehr. Mal sehen, ob's heuer klappt!

 

 

 

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