Vorwort: Wie dieser Blog gedacht ist
Was einst als Versuch begann, mit Berichten, Fotos und ein wenig Idealismus meinen Wert als Profisportler zu steigern, ist heute zu einer Art Werkstatt geworden. Abseits der sozialen Medien entstehen hier Texte, die gewachsen sind aus Erlebtem und Erlerntem... über Radsport, Psychologie und die Erfahrung dazwischen. Mit dem Ziel, Erkenntnisse zu teilen. Gefertigt in freudvoller Handarbeit.
poemer.com wird 25. Der allererste Beitrag datiert vom 16. Juli 2001. In jener Zeit, in der Influenza am ehesten Bezeichnung für die echte Grippe war, habe ich gedacht, dass ich mit sorgfältig verfassten Rennbereichten, ein paar Fotos und ab und zu einem Sponsorenlogo etwas Geld dazuverdienen oder mit dieser Zusatzleistung zumindest mein Einkommen absichern kann. Ziel war es, meinen Traum vom Profiradsport leben zu können. Auch dann, wenn es sportlich einmal nicht so lief.
Meine Idee kam zu früh …
Ein Vierteljahrhundert fast forward ist Influencer ein Beruf. Meine gar nicht so blöde Idee von damals wurde auf den Kopf gestellt. Ein narzisstischer Schnappschuss – und das geschriebene Wort sind in den gar nicht mehr so neuen Medien vom bewegten Bild verdrängt worden.
Auch ich habe versucht, in den sozialen Medien mitzuspielen. Zumindest in einer Statistenrolle. Um vom Glanz der Erfolge meiner Athleten ein wenig für mein eigenes Business zu profitieren. Für mich ist das nix.
Mehr noch als die Hemmung vor Exhibitionismus und Selbstbeweihräucherung hat mich die Kritikkultur und das ständige Warten auf Feedback gestresst. Likes, Shares, Kommentare …
Angeregt von einer Podcastfolge, in der genau dieses Thema gestreift wurde, kam der Entschluss, im geschützten Bereich meiner Webseite wieder Texte zu veröffentlichen. In erster Linie zu Themen, in denen meine Expertise liegt. Ab und zu auch mit einer Meinung. Um mich zu zwingen, Gedanken zu Ende zu führen, auszuformulieren und für meine Vorträge und Keynotes verwendbar zu machen. Mit dem Ziel, Erkenntnisse zu teilen. Und: aus echter Freude am Schreiben. In liebevoller Handarbeit.
Ich hoffe, Sie haben beim Lesen so viel Freude wie ich beim Verfassen.

